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Zwiebeln schneiden ohne Tränen: Würfel, Ringe & Co.

Wer kennt es nicht? Da will man dem Küchenchef zu Hause beim Kochen helfen und dann bekommt man die etwas undankbare Aufgabe, die Zwiebeln schneiden zu müssen. Dumm nur, wenn man aus der Nummer nicht mehr raus kommt. Also: Augen zu und durch. Oder doch besser Augen auf, damit alle Finger dran bleiben. Nur dann sind Sturzbäche von Tränen vorprogrammiert. Hier sind unsere Tipps zum Zwiebeln schneiden ohne Tränen.

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Inhalt:

Warum weint selbst ein gestandener Mann beim Zwiebeln schneiden?

Sie haut fast jeden noch so harten Kerl um: die Zwiebel. Hat man sie aus der Schale befreit, ist noch alles in Ordnung. Nichts riecht, nichts brennt in den Augen. Rückt man ihr aber mit einem Messer zu Leibe, ist oft schon nach wenigen Sekunden Schluss mit Lustig. Die Zwiebel geht zum Angriff über und die Tränen kullern und hören gar nicht mehr auf. Ein bisschen Verständnis muss man für die Zwiebel jedoch aufbringen: Sie wehrt sich mit allen Mittel gegen uns.

Warum die ungeschnittene  Zwiebel harmlos ist und die angeschnittene den Frustfaktor eines jeden Koches in die Höhe schnellen lässt, ist einfach erklärt. In der äußeren Zellschicht befindet sich die schwefelhaltige Aminosäure Alliin, im Zellinneren das Enzym Alliinase. Jeder Stoff für sich genommen ist harmlos, greifen wir das Lauch aber mit einem Messer an, kommen beide Substanzen durch die Beschädigung der Zellen in Berührung mit einander und reagieren. Es entsteht Allicin, das wiederum mit der Luft und dem Wasser aus der Zwiebel reagiert und so Propanthialsulfoxid entsteht. Und schon fängt auch jeder gestandene Mann an zu weinen.

Und nun? Nie wieder Zwiebeln schneiden?

Kochen ohne Zwiebeln ist undenkbar. Und eine Möglichkeit, frische Zwiebeln zu schneiden ohne dabei die Zellen zu zerstören, gibt es nicht. Bleibt nur die Möglichkeit, die Arbeit zu delegieren oder einfach selbst in den sauren Apfel zu beißen. Um sich die lästige und doch notwendige Arbeit ein bisschen zu erleichtern, haben wir ein paar mehr oder weniger praktische Tipps zusammengestellt. Ob sie helfen oder nicht, dürfen Sie gern im Selbstversuch überprüfen. Wir haben für jeden Geschmack, einen Tipp dabei:

  • Ein Schluck Wasser oder ein Stück Brot im Mund soll das Tränen der Augen verhindern. Leider auch die Kommunikation beim Kochen.
  • Auch eiskalte Zwiebeln schneiden sich nach der Meinung vieler Menschen leichter und unter weniger Tränen.
  • Das Ein- und Ausatmen durch den Mund soll ebenfalls Tränen beim Schneiden verhindern. Das erfordert jedoch ein bisschen Konzentration, um nicht doch versehentlich durch die Nase nach Luft zu schnappen.
  • Zwiebeln schneiden unter der Dunstabzugshaube hat den Vorteil, dass das reizende Propanthialsulfoxid schnell abgezogen wird. Da es aber dennoch auf dem Weg nach oben vorher an Nase und Augen vorbei muss, ist auch das kein sicherer Garant.
  • Zwiebeln schneiden kann man auch in voller Schutzausrüstung mit der Taucherbrille oder Schwimmbrille. Diese Schutzmaßnahme kann sehr hilfreich sein, sofern die Brille auch wirklich eng anliegt.

Unbedingt beim Zwiebeln schneiden beachten!

Alle genannten Tipps können funktionieren, müssen aber nicht. Zwei Dinge sind aber beim Zwiebeln schneiden obligatorisch, um vor lauter Tränen nicht das Wesentliche zu vergessen:

  • Verwenden Sie stets ein scharfes Messer, zum Beispiel ein Allzweckmesser.
  • Denn nur mit einem scharfen Messer können Sie die Zwiebeln schneiden und drücken nicht wild darauf herum. Zum einen verringern Sie so die mechanischen Beschädigungen an den Zwiebeln und zum anderen können Sie präziser arbeiten.

Zwiebeln schneiden – So klappt’s mit feinen Würfeln

Feine Zwiebelwürfel sind keine Kunst, soviel sei schonmal vorab verraten. Wenn Sie auch einen passenden Tipp gefunden haben, um nicht in Tränen auszubrechen, dann ran ans Messer und los geschnippelt:

  1. Zunächst schälen sie die Zwiebel vorsichtig. Halbieren Sie sie längst von der Wurzel aus zur Spitze hin. Schneiden Sie die Wurzel dabei nicht ab.
  2. Legen Sie eine Zwiebelhälfte mit der Schnittfläche nach unten auf die Schneidunterlage.
  3. Schneiden Sie nun die Zwiebel bis kurz vor die Wurzel in kurze Streifen.
  4. Schneiden Sie als nächstes die Zwiebelhälfte horizontal bis kurz vor die Wurzel ein. Je öfter Sie die Zwiebel hier einschneiden, je feiner werden zum Schluss Ihre Würfel werden.
  5. Zuletzt schneiden Sie die Zwiebel quer zur Faser. Ihre Zwiebel zerfällt quasi von allein in feine und gleichmäßige Würfel.

Für gleichförmige Zwiebelblättchen schneiden Sie die Zwiebelhälfte bis kurz vor die Wurzel in Streifen und trennen nur noch die Zwiebelwurzel ab.

Zwiebeln in Ringe schneiden

Zwiebelringe lassen sich in der Küche vielfältig verwenden. In der Pfanne geröstete Zwiebelringe sind vor allem Zu Leber eine leckere Beilage. Oder Sie tunken die Zwiebelringe in einen Teig und machen knusprige frittierte Zwiebelringe daraus. Wir zeigen Ihnen wie sie Zwiebeln in perfekte Ringe schneiden:

  1. Schälen Sie die Zwiebel sorgfältig. Hierzu schneiden Sie an der Spitze das Ende ab und pellen von dort aus die Schale ab.
  2. Legen Sie die Zwiebel auf eine rutschfeste Unterlage. Nun Schneiden Sie die Zwiebel quer in Scheiben in der gewünschten Dicke.
  3. Nun drücken Sie aus den Zwiebelscheiben vorsichtig die Ringe heraus.

Sie können die Zwiebel auch über einer Reibe mit V-Scheibe in Ringe reiben.Für Halbringe schneiden Sie die Zwiebel vorher in der Mitte durch, bevor Sie scheiben daraus machen.

Rezepte mit Zwiebeln

Rezept: Schmorzwiebeln

Die geschmorten Zwiebeln sind eine tolle Beilage zu Wildgerichten, Rind- und Schweinebraten. Honig und Rosinen geben den Gerichten eine angenehme Süße.

Zutaten:

  • 700 g Gemüsezwiebeln
  • 25 g getrocknete Tomaten
  • 125 ml Weißwein
  • 2 El Olivenöl
  • 2 El Zucker
  • 2 Lorbeerblätter
  • 3 Stiele Thymian
  • 2 Tl Honig
  • 30 g Rosinen

Zubereitung:

  1. Schälen Sie die Zwiebeln und schneiden Sie sie mit einem großen Kochmesser in der Hälfte auf. Nun schneiden Sie die Zwiebeln quer in dicke Scheiben. Nehmen Sie die getrockneten Tomaten aus dem Öl und zerkleinern Sie diese in grobe Würfel.
  2. Braten Sie die Zwiebeln in einer Pfanne mit Öl bei mittlerer Hitze an bis sie goldbraun sind. Nun geben Sie den Zucker über die Zwiebeln und lassen ihn karamellisieren.
  3. Löschen Sie die Zwiebeln mit Weißwein ab. Danach geben Sie Lorbeerblätter, Thymian, Honig, die getrockneten Tomaten und Rosinen mit in die Pfanne. Decken Sie das Ganze mit einem Deckel zu. Die Zwiebeln müssen 20 Minuten schmoren.

Rezept: Klassischer Zwiebelkuchen

Zutaten:

  • 300 g Mehl
  • 7 Eier
  • 1 Kg Zwiebeln
  • 250 g geräucherter Speck
  • 150 g Schweineschmalz
  • 2 El Öl
  • 400g saure Sahne
  • Salz
  • Pfeffe
  • Muskat

Zubereitung:

  1. Verkneten Sie Mehl, 1 Prise Salz, 1 Ei und Schmalz zu einem Teig. Hat der Teig nicht die gewünschte Konsistenz, können Sie noch 2 bis 3 El kaltes Wasser daruntermischen. Nun muss der Teig 30 Minuten ziehen.
  2. Schälen Sie die Zwiebeln und schneiden Sie sie wie oben beschrieben in Würfel. Den Speck schneiden Sie ebenfalls in kleine Würfel. Nun geben Sie den Speck in eine Pfanne mit Öl und braten ihn an. Danach geben Sie die Zwiebeln mit in die Pfanne und braten sie 10 Minuten glasig an. Zum Schluss schmecken Sie die Zwiebeln mit Salz und Pfeffer ab.
  3. Verrühren Sie in einer Schüssel die Sahne, 6 Eier, Salz, Pfeffer und Muskat. Rollen Sie den Teig aus und legen Sie eine gefettete Tarteform damit aus. Danach geben Sie die abgekühlten Zwiebeln und die Eiermasse darüber.
  4. Der Zwiebelkuchen muss dann bei 200 Grad Ober- und Unterhitze für 40 bis 45 Minuten durchbacken.

Quelle Bild Zwiebeln schneiden: © Angel Simon – Fotolia.com

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