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Das Lebkuchenhaus – Backkunst trifft Architektur

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Die Tage werden immer kürzer und die Kinder immer quengeliger – wie wäre es da mit einem süßen Bauprojekt? Ein Pfefferkuchenhaus ist eine lustige, gesellige Aufgabe für z. B. ein Adventswochenende. Und es schult die Geschicklichkeit! Der süße Häusle-Bau ist zwar kein Hexenwerk, aber Sie brauchen schon ein bisschen Vorbereitungszeit und ruhige Hände beim Zusammensetzen der Bauteile. Steht das Häuschen erst einmal, macht das zuckrige Verzieren auch den Kleinsten Spaß.

Als Werkzeug benötigen Sie neben dem Backofen und den Standard-Küchenutensilien:
– eine Kuchenrolle zum Teig ausrollen
– Backpapier oder Backmatte
– Spritztüte oder eine Plastiktüte mit abgeschnittener Spitze
– Lineal

Und dann kann es losgehen.

Inhalt:

Einfaches Knusperhaus

Unser Rezept ergibt eine stabile Hütte, die nur aus Dach, Rückseite und Front besteht. Sie benötigen mit Ruhezeit ca. 12 Stunden für die Produktion.

Zutaten

  • 400 g Zuckerrübensirup oder dünnflüssiger Honig
  • 150 g Margarine oder Butter
  • 2 Eier
  • 1 Packung Lebkuchengewürz oder fein gemahlenen Zimt und Nelken
  • 200 g Rohrzucker
  • 800 g Mehl
  • 2 bis 4 TL Backpulver
  • 20 g Backkakao
  • 1 Prise Salz
  • Schale einer Bio-Zitrone
  • Süßigkeiten zum Dekorieren

Zuckerguss als Kleber

  • 200 g bis 250 g Puderzucker
  • 1 Eiweiß
  • 1 EL Zitronensaft

Als Erstes erwärmen Sie in einem Topf auf der Herdplatte den dünnflüssigen Honig mit der Butter und dem Zucker und lassen das Gemisch abkühlen. Reiben Sie die Zitronenschale ab. Dann schlagen Sie die Eier auf und mischen sie zusammen mit den Gewürzen und dem Zitronenschalenabrieb unter die flüssige Masse. Nun kümmern Sie sich um die trockenen Zutaten: Kakao, Mehl und Backpulver werden vermischt, gesiebt und 2/3 davon nach und nach unter den Teig gegeben. Den Rest kneten Sie auf der Arbeitsfläche mit der Hand unter. Wenn der Teig zu klebrig ist, müssen Sie noch etwas Mehl hinzufügen. Ihr Pfefferkuchenteig freut sich jetzt über eine Ruhezeit von mindestens 2 Stunden.

Der Wandbau

Dann rollen Sie den ausgeruhten Teig auf einer bemehlten Arbeitsfläche zu einer Schichtdicke von 0,7 cm bis 1 cm aus. Schneiden Sie zwei Dreiecke aus, die jeweils zwei Seiten mit je 23 cm und eine Seite mit 19 cm haben. Die Dachplatten sind ganz einfach: 16 cm mal 23 cm. Eine 16 cm lange Dachfirstrolle mit 2 cm Durchmesser wird den Dachabschluss bilden. Den restlichen Teig rollen Sie ebenfalls auf 0,7 cm bis 1 cm aus und schneiden ein Grundstück daraus, auf das Sie Ihre Hütte festkleben werden. Vielleicht bleibt sogar noch Teig für einen kleinen Schornstein übrig.

Die Bauteile betten Sie vorsichtig auf ein Backblech, das mit Backpapier ausgelegt wurde. Sie schneiden eine kleine Tür und vielleicht noch ein paar Fensteröffnungen aus. Aus diesem ausgeschnittenen Teig können Sie z. B. eine lustige Hexe als Eigenheimbesitzerin kneten.

Sie backen Ihr Werk bei 175 Grad 10 bis 15 Minuten, bis der Teig appetitlich gebräunt ist. Dann muss alles gut abkühlen, am besten über Nacht.

Nachfolgend finden Sie ein Auswahl an passenden Messern:

Süßer Mörtel

Nun können Sie für den „Kleber“ das Eiweiß schaumig schlagen und den fein gesiebten Puderzucker mit etwas Zitronensaft hinzugeben, bis die Masse schön zähflüssig wird. Die Zuckermenge ist von der Größe des Eies abhängig, wenn das Ganze zu dünnflüssig wird, erhöhen Sie die Puderzuckermenge. Füllen Sie den Zuckerguss in die Spritztüte und kleben Sie das Häuschen an das Grundstück. Dabei ist es günstig, erst die Front und die Rückseite aufzukleben (30 Sekunden warten bis der Kleber „angezogen“ ist), sie mit einem kleinen Gegenstand z. B. einer Milchtüte abzustützen und dann das Dach aufzulegen. Die Firstrolle wird jetzt angeklebt. Lassen Sie Ihr Kunstwerk trocknen. Nicht eingestürzt? Dann können Sie Richtfest feiern! Danach geht es ans Verzieren.

Dekorieren, der Hauptspaß

Wer nicht so viel Süßigkeiten am Haus hat, malt mit Zuckerguss aus der Spritztüte Dachziegel auf das Dach. Der Klassiker sind natürlich bunte Süßigkeiten, schließlich ist das Haus ja eine leckere Hommage an das berühmte Märchen.

Dazu eignen sich besonders gut Plätzchen, Schokolinsen und Gummibärchen, die mit dem Zuckerguss auf dem Dach festgeklebt werden. Etwas gesünder sind Mandeln, Nüsse, Bananenstückchen und Datteln als Dachschmuck. Aus Marshmallows bauen die Kinder sicher gern einen Zaun. Eiszapfen aus Zuckerguss sehen romantisch aus; und wenn keine Hexe das Haus bewohnen soll, findet sich im Kinderzimmer sicher eine Spielfigur als Hausbesitzer. Wenn das Haus einen Schornstein hat, kann man Rauch mit etwas Watte simulieren.

Tierproduktfreie Alternative

Ersetzen Sie die Eier durch ein veganes Produkt, wie z. B. Hafersahne. Zuckerguss kann auch nur mit Wasser und etwas Zitronensaft angerührt werden. Diese Variante ist allerdings etwas schwieriger im Bau, da der Teig bröckeliger ist und der Guss weniger Klebkraft besitzt.

Luxus-Palast

Wenn Ihnen die oben beschriebene Pfefferkuchenhütte zu schlicht ist, suchen Sie sich eine der vielen Vorlagen für größere Knusperhäuser im Internet aus und drucken sie aus. Die benötigte Teigmenge hängt natürlich von der Gebäudefläche ab, z. B. ist es vielleicht nötig, die oben angegebene Rezeptmenge zu verdoppeln. Schneiden Sie die Bauteile der Vorlagen aus dem ausgerollten Teig aus. Neben dem Gebäude findet vielleicht ein Wald aus Pfefferkuchentannen samt Wildbestand und Förster Platz auf Ihrem süßen Grundstück. Nach dem Backen kleben Sie Ihre duftende Villa mit Zuckerguss zusammen. Auch hier ist es wichtig, erst die Seitenteile zum festen Stehen zu bringen, danach das Dach vorsichtig aufzukleben.

Das Pfefferkuchenhaus hält sich bei trockener, luftiger Lagerung bis zum nächsten Jahr, sofern nicht hungrige Süßmäuler das Häuschen „dem Erdboden gleich“ machen.

Exkurs: Knabberhaus für Haustiere

Eine lustige Idee ist es, dem geliebten Nager (Meerschweinchen, Hamster, Maus, Ratte oder Zwergkaninchen) ein Knusperhäuschen zu basteln. Dabei muss auf den zuckerhaltigen Teig und den Guss natürlich verzichtet werden. Als Bauteile eigen sich z. B. Holz- und Rindenstücke aus dem Wald.

Die Bauteile müssen mit viel Fingerspitzengefühl aneinander gelehnt werden. Das Hamsterhaus dürfen die Kinder mit Heu, Nüssen und Möhren verzieren. Die Fellfreunde werden garantiert begeistert sein.

Wir wünschen Ihnen viel Spaß beim Basteln und eine friedliche Weihnachtszeit.

Um die Pfefferhausteile besonders formvollendet auszuschneiden, eignet sich ein scharfes Messer aus dem Shop des Messerspezialisten besonders gut. Dabei finden Sie sicher auch noch eine Inspiration für ein ausgefallenes Weihnachtsgeschenk!

Autorin: Alexa Sabarth

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