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Messerspezialist Matthias Wimmer bei Galileo

Anfang des Jahres rief die Pro Sieben Galileo Redaktion bei uns an. Man wolle einen Beitrag über Kochmesser machen und suche einen Experten. Es wäre für die Rubrik „Wie billig darf es sein?“. Instinktiv stellten sich da bei mir natürlich erst mal die Nackenhaare auf. Solche Beiträge hat man ja in letzter Zeit im Fernsehen durchaus häufiger gesehen. Da wird dann z.B. Biofleisch mit konventionell erzeugtem Fleisch nach Kriterien wie Preis oder Geschmack verglichen und dann schneidet das Biofleisch überraschenderweise schlechter ab. Dass den Mehrpreis dann Tier und Mensch auf andere Weise zahlen, bleibt da gern mal unerwähnt.

Matthias Wimmer bei Galileo

Genau so hatte ich mir das dann auch hier vorgestellt. Natürlich kann man in Billiglohnländern auch Messer herstellen und natürlich zerschneiden die dann auch irgendwie Lebensmittel – aber mit richtigem Werkzeug hat das nur in den seltensten Fällen etwas zu tun. Jeder der sich schon mal mit der Herstellung von Messern beschäftigt hat, weiß wie wahnsinnig viel Wissen und handwerkliches Geschick in so etwas Schlichten wie einem Küchenmesser steckt. Außerdem wäre es auch ja schade, wenn Deutschland langfristig auch noch diesen traditionsreichen Industriezweig an die „Werkstadt der Welt“ verliert.

Trotzdem war ich (trotz erheblicher Kameraangst) neugierig und nahm an. Meine Mission: Eine Lanze für das echte Messerhandwerk und das gute Kochmesser zu brechen!

Der Dreh war in München und schon im Vorfeld wurden seitens der Redaktion überraschenderweise sehr viele (kluge) Fragen gestellt. Schnell zeichnete sich ab, dass man kein Standardschema in der Schublade hatte, sondern tatsächlich sauber und flexibel in alle Richtungen recherchieren wollte. Hauptproblem war dann also die Zeit: wie erklärt man in ein paar Minuten die ganze Materie. Geschmiedet oder gestanzt, Monostahl, Lagenstahl, Damast, Verarbeitung, Stahlarten, Techniken der Härtung und des Anlassens, Klingengeometrien, Schliffarten… Schnell war klar: Das geht nicht. Zudem zog sich dann der Dreh über einen ganzen Tag hin. Am Ende des Tages wusste man gar nicht mehr was man am Anfang erzählt hat.

Für den Beitrag waren insgesamt auch nur 9 Minuten eingeplant. Aber: Ich musste staunen wie die Redakteurin dann doch einen sehr informativen Betrag daraus gemacht hat. Mehr war in der Kürze wirklich nicht unterzubringen. Sind eben doch Profis. Er hieß dann auch nicht: „Wie billig darf es sein?“, sondern „Was macht ein gutes Kochmesser aus?“.  Ich habe mich dann aber zu Hause noch mal hingesetzt und das Thema etwas ausführlicher ausgearbeitet. Wen es interessiert, der findet hier den Artikel. Danach hat man auf jeden Fall ein bisschen Angeberwissen  parat.

https://www.messerspezialist.de/gute-kochmesser-unterschiede

Für mich, der sich doch eher in der Provinz wohlfühlt, war es ein echtes Abenteuer. Es hat am Ende auch Spaß gemacht, weil eine angenehme Atmosphäre herrschte und alle wirklich sehr nett waren.  Also noch mal viele Grüße an das Team aus meinem Dorf nach München. War toll :o)

Link zum Beitrag:
http://www.prosieben.de/tv/galileo/videos/2015135-das-macht-ein-gutes-messer-aus-clip

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