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Wildkräuter: Die Wiederentdeckung heimischer Kräuter

GänseblümchenBesitzen Sie einen Garten? Dann kennen Sie sicherlich auch Giersch – ein „Unkraut“, das sich umso schneller vermehrt, als man es herausrupfen kann. Heilkräuterkundige haben dafür nur einen Rat – aufessen! Das ist in der Tat eine gute und schmackhafte Alternative. Unsere Gärten, Felder, Wiesen und Wälder bieten uns dabei noch weit mehr Kräuter als der Supermarkt zu bieten hat.

 

Auf einem Blick:

Wildkräuter selbst sammeln – was brauchen Sie dafür?

Zunächst brauchen Sie ein gutes Wildkräuterbuch mit Fotos oder noch besser, Sie schließen sich einer Gruppe mit einem Kräuterkundigen an. So gehen Sie sicher, nicht das falsche Kraut zu sammeln. Das ist ähnlich wie bei den Pilzen – für Laien schauen sie fast alle gleich aus, der Kundige erkennt den feinen und oftmals lebensrettenden Unterschied auf Anhieb. Aber das sollte Sie nicht abschrecken, denn der bekannte Löwenzahn beispielsweise hat keinen giftigen Verwandten und kann daher bedenkenlos gepflückt werden.

Dann brauchen Sie natürlich einen Sammelkorb. Dazu eignet sich ein offener Korb bestens. Die Kräuter liegen luftig und werden nicht gedrückt. Papiertüten sind ebenfalls geeignet, jedoch keine Plastiktüten.

Gerade beim Sammeln von Wildkräutern in Wäldern sollte die Pflanze nicht beschädigt werden. Einfaches Herausreißen ist ein No-Go. Deswegen sollten Sie stets eine scharfe Schere bei sich tragen. Es gibt spezielle Kräuterscheren, die auch später in der Küche gute Dienste leisten. Ein Kräutermesser bzw. Wiegemesser zum Zerkleinern der Kräuter sollte ebenfalls vorhanden sein.

Welche Wildkräuter sind genießbar?

LöwenzahnWie bereits erwähnt, ist der Löwenzahn ein beliebtes Wildkraut. Die jungen Löwenzahnblätter eignen sich für einen schmackhaften Salat, aus den gelben Blüten lässt sich ein süßer Löwenzahn-Honig zubereiten.

Gänseblümchen sind ebenfalls ein Wildkraut-Klassiker. Verwendet werden können die zarten Bläter, Blüten und Blütenknospen.

Die Brennnessel lässt sich wie Spinat kochen und schmeckt diesem auch sehr ähnlich. Beim Ernten sollten Sie Handschuhe tragen und vor der Zubereitung die Stengel in einem Tuch wringen, um die brennende Wirkung der Nesselhaare zu beseitigen. Die Brennnessel lässt sich zudem als Tee für eine Frühjahrskur nutzen.

Bärlauch ist ursprünglich ein Wildkraut, auch wenn man ihn mittlerweile auf Märkten kaufen kann. Beim Bärlauch ist die Geruchsprobe sehr wichtig, denn seine Blätter ähneln sehr dem des giftigen Maiglöckchens, denn das Maiglöckchen versprüht keinen knoblauchähnlichen Geruch wie der Bärlauch.

Der Giersch ist in Gärten recht unbeliebt und wird daher gern als Unkraut beschimpft. Sein Geschmack erinnert an Petersilie. Geerntet werden die Blätter, die dann wie Spinat gekocht werden können. Kleingeschnitten können die Gierschblätter auch Quark, Dips, Salate und Pestos verfeinern.

Gundermann ist ein blühender Bodendecker, der sich gern in Gärten, auf Wiesen und in Wäldern ausbreitet. Seine Blüten sind zartviolett. Als Lippenblütler ist die Blütenform mit einem lippenähnlichen Blütenblatt ausgestattet. Die Blätter sind rundlich und auf der Unterseite oft purpurfarben. Weitere besondere Erkennungsmerkmale sind seine Ausläufer mit einem quadratischen Querschnitt und der Geruch der zerriebenen Blätter nach Minze und Lakritz. Deswegen lassen sich die fein gehackten Blätter auch als Würze für Quarkspeisen, Suppen, Gratins und Salate verwenden.

Weitere genießbare Wildkräuter sind Sauerampfer, Waldmeister, Vogelmiere, Schlangenknöterich, Hirtentäschelkraut, Schafsgarbe und viele mehr, die wir in diesem Beitrag wegen der hohen Zahl nicht alle einzeln beschreiben können. Wir werden immer mal wieder besonders erwähnenswerte Wildkräuter detaillierter vorstellen und Ihnen Tipps für die Verwendung und Zubereitung geben.

Rezepte mit Wildkräutern

Wildkräuter lassen sich in einem Salat verarbeiten, sind schmackhaft in einer Suppe aber auch als Zutat für Terrinen. Die Wildkräuter bestechen nicht nur durch ihren Geschmack. Viele von ihnen sind auch reich an Vitaminen, Mineralstoffen und wertvollen Spurenelementen. Entdecken Sie die Aromen der heimischen Wildkräuter und probieren Sie eines unserer Rezepte aus!

Rezept: Wildkräutersuppe mit Pfifferlingen

Zutaten:

  • 500 g gemischte Wildkräuter (Brennnessel, Löwenzahn, Bärlauch, etc.)
  • 100 g frische Pfifferlinge
  • 1 Bund Petersilie
  • 1 Zwiebel
  • 2 EL Butter
  • 1 Knoblauchzehe
  • ¼ l Sahne
  • ¾ l Gemüsebrühe
  • 2 El geschlagene Sahne
  • Salz
  • Pfeffer
  • Muskat

Zubereitung:

  1. Zuerst waschen Sie die Wildkräuter und die Petersilie und tupfen beides trocken. Nun verlesen Sie die Kräuter. Entfernen Sie hierbei die harten Stiele der Kräuter und zupfen Sie die Petersilienblätter vorsichtig ab. Hacken Sie die Kräuter mit einem Wiegemesser klein.
  2. Nun Schälen Sie die Zwiebel und den Knoblauch. Schneiden Sie beides in feine Würfel. Danach braten Sie Zwiebel- und Knoblauchwürfel in Butterglasig an.
  3. Schlagen Sie 2 El der Sahne auf. Löschen Sie das Ganze mit Brühe und Sahne ab und lassen Sie die Flüssigkeit aufkochen. Danach muss Sie bei schwacher Hitze 3 Minuten köcheln.
  4. Nun geben Sie die Kräuter zusammen mit der geschlagenen Sahne mit in den Topf. Würzen Sie die Suppe mit Salz, Pfeffer und Muskat. Die Pfifferlinge werden geputzt und dann in ebenfalls in Butter angeröstet. Vor dem Servieren in die Suppe geben.

Rezept: Pesto aus Wildkräutern

Das Pesto aus Wildkräutern passt hervorragend zu Nudeln und Gnocchi. Sie können es aber auch als Zutat für Salatdressings nutzen, auf Brot essen oder zum marinieren von Fleisch nutzen.

Zutaten:

  • 100 g Wildkräuter nach Wahl
  • 3 Knoblauchzehen
  • 50 g Pinienkerne
  • 50 g Parmesan
  • 200 ml Olivenöl
  • Salz
  • Pfeffer

Zubereitung:

  1. Waschen Sie die Kräuter mehrmals und tupfen Sie sie trocken. Nun schälen Sie den Knoblauch. Wildkräuter und Knoblauch werden nun mit einem Kräutermesser sorgfältig gehackt.
  2. Rösten Sie die Pinienkerne in einer Pfanne ohne Fett goldbraun an. Nun reiben Sie den Parmesan über eine feine Reibe klein.
  3. Pürieren Sie die Wildkräuter mit dem Knoblauch und Pinienkernen. Dann geben Sie den Käse dazu und mischen das Öl unter das Pesto. Nach Belieben mit Salz und Pfeffer würzen.

Tipp: Zum Schneiden von Kräutern können Sie neben einem Wiegemesser oder einem Kräutermesser auch eine spezielle Schere nutzen, wie zum Beispiel die Haiku Home Kräuterschere.

Bild 1: Sabine Menge/ Pixelio.de
Bild 2: Gabriele Planthaber/ Pixelio.de

Schlagwörter: Bärlauch, Brennessel, Gänseblümchen, Kräuter, Löwenzahn, Wildkräuter
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