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Schupfnudeln selber machen – so geht’s

Schupfnudeln sind ein fester Bestandteil der österreichischen und süddeutschen Küche. Heute gibt es Schupfnudeln in der Kühltheke jedes Supermarktes zu kaufen, doch ein richtiges Geschmackserlebnis mit Nostalgiefaktor werden sie erst, wenn man sie selbst macht, so wie Oma damals. Lernen Sie bei uns, wie sie Schupfnudeln selber machen und aus ihnen leckere Gerichte zaubern.

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Überblick:

Schupfnudeln: vom Soldatenessen zum Gaumenschmaus

Die Schupfnudel bestand ursprünglich lediglich aus Mehl und Wasser und wurde schon im 30-jährigen Krieg von den Landsknechten gegessen. Landsknechte waren Fußsoldaten, die als Söldner für Fürsten und andere Adlige arbeiteten. Nachdem im 17. Jahrhundert die Kartoffel ihren Einzug begann, wurde das Rezept von ihnen mit gekochter Kartoffel ergänzt und entwickelte sich in verschiedenen Regionen unterschiedlich weiter.

Die Schupfnudel hat in den verschiedenen Regionen unterschiedliche Namen. In der Pfalz werden Sie zum Beispiel als Buwespitzle bezeichnet, während sie in Bayern auch Fingernudeln oder Kartoffelbaunkerl heißen können. In Österreich werden die leckeren Fingernudeln nicht nur zu herzhaften Gerichten gegessen. Auch die süßen Mohnnudeln erfreuen sich einer großen Beliebtheit bei Groß und Klein.

Schritt-für-Schritt: Schupfnudeln selber machen

Für Schupfnudeln wie damals benötigen Sie lediglich etwas Roggenmehl und Wasser. Wir bevorzugen jedoch die Variante aus Kartoffeln und stellen Ihnen hier ein einfaches Grundrezept für Schupfnudeln vor. Mit der Schritt-für-Schritt-Anleitung ist Schupfnudeln selber machen ganz einfach!

Sie brauchen:

  • 1 kg Kartoffeln (mehlig kochend)
  • 150 g Mehl
  • 1 Ei
  • 1 Eigelb
  • 100 g Butterschmalz
  • Salz
  • Muskatnuss

Zubereitung:

  1. Waschen Sie die Kartoffeln unter fließendem Wasser gründlich ab. Nun geben Sie sie in einen Topf mit Wasser und lassen sie gar werden. Nach dem Kochen gießen Sie das Wasser ab und pellen die Kartoffeln sorgfältig. Danach drücken Sie die Kartoffeln durch eine Kartoffelpresse.
  2. Mischen Sie die gepressten Kartoffeln in einer Schüssel mit Mehl, Ei und Eigelb und würzen Sie den Teig mit Salz und Muskat. Kneten Sie den Teig so lange, bis ein glatter Teig entsteht und stellen sie diesen zum Ruhen beiseite.
  3. Befeuchten Sie Ihre Hände und rollten Sie den Teig zu fingerdicken langen Nudeln. Schneiden Sie die lange Teignudel im 5 bis 6 cm Abständen ein. Aus den Stücken machen Sie nun ca. 7 cm. lange Schupfnudeln. Geben Sie dann die Schupfnudeln in einen Topf mit kochendem Salzwasser und lassen sie die Nudeln 5 Minuten sieden.
  4. Holen Sie die selbstgemachten Schupfnudeln mit einem Schöpflöffel aus dem Topf und schrecken Sie sie ab. Legen Sie sie zum Abtropfen bei Seite, bevor Sie sie weiterverarbeiten.

Tipp: Sollte der Schupfnudelteig trotz befeuchten der Hände an ihnen kleben bleiben, reiben Sie sie mit Speisestärke ein. Der Teig eignet sich übrigens auch gut als Grundlage für Knödel oder Gnocchi.

Rezepte mit Schupfnudeln

Aus Schupfnudeln lassen sich viele verschiedene Gerichte kochen. Häufig werden Sie nach dem Kochen in etwas Butter angebraten. So werden Sie außen goldbraun und etwas knusprig. Besonders lecker sind in Salbeibutter geschwenkte Schupfnudeln. Sie können als Beilage zu Fleisch oder Gemüse serviert oder einfach so gegessen werden. Die Schupfnudeln können Sie aber auch im Ofen backen. Mit etwas Lauch und Käse zaubern Sie so einen simplen Schupfnudelauflauf.

Mit selbst hergestellten Schupfnudeln schmecken Schupfnudel-Gerichte einfach großartig. Haben Sie mal etwas weniger Zeit zur Verfügung, können Sie die folgenden Rezepte aber auch mit Schupfnudeln aus dem Supermarkt nachkochen.

Herzhaft- Schupfnudelpfanne mit Kassler und Sauerkraut

Schupfnudeln mit Sauerkraut ist wohl der unangefochtene Klassiker unter den Schupfnudel-Gerichten. Sie werden besonders gerne zusammen mit Kassler gegessen. Die Schupfnudelpfanne ist eine Abwandlung dieses Klassikers und schmeckt mindestens genau so lecker. Probieren Sie es aus!

Zutaten:

  • 400 g Schupfnudeln
  • 400 g Sauerkraut
  • 600 g Kasslerkotelett ohne Knochen
  • 1 Bund Schnittlauch
  • 2 rote Zwiebeln
  • 2 Paprika
  • Salz
  • Pfeffer

Zubereitung:

  1. Als erstes schälen Sie die Zwiebeln und schneiden diese in der Mitte durch. Dann schneiden Sie sie in dünne Streifen. Waschen Sie die Paprika, Schnittlauch und das Fleisch ab. Tupfen Sie das Fleisch trocken und würfeln Sie es. Die Paprika wird ebenfalls in dünne Streifen zerteilt. Zerkleinern Sie dann den Schnittlauch, zum Beispiel mit einem Wiegemesser.
  2. Braten Sie Ihre selbstgemachten Schupfnudeln in einer Pfanne mit etwas Öl goldbraun an. Nach ca. 4 Minuten holen Sie sie aus der Pfanne. Nun braten Sie in der selben Pfanne die Kasslerwürfel scharf an.
  3. Im nächsten Schritt geben Sie Zwiebeln und Paprika zum Fleisch und braten beides ca. 3 Minuten mit. Danach fügen Sie das Sauerkraut hinzu und dünsten die Zutaten weitere 5 Minuten.
  4. Würzen Sie das Ganze mit Salz und Pfeffer, schütten Sie die Schupfnudeln zurück in die Pfanne und wärmen Sie sie auf. Vor dem Servieren mit Schnittlauch garnieren. Guten Appetit!

Süß – Schupfnudeln mit Kirschen

Sie bekommen von Schupfnudeln nicht genug? Die leckeren Kartoffelnudeln können Sie auch zum Nachtisch als Süßspeise essen. Zusammen mit Apfelmus, Obstkompott oder Mohn werden die Schupfnudeln zum Leckerbissen, nach dem sich die ganze Familie die Finger leckt.

Zutaten:

  • 1 Glas Schattenmorellen
  • 1 EL Speisestärke
  • Vanillinzucker
  • 1 TL Amaretto
  • Butter
  • Zucker
  • Zimt

Zubereitung:

  1. Für das Kirschkompott kippen Sie die Kirschen zum Abtropfen in ein Sieb. Fangen Sie den Saft dabei auf. Dieser wird nun in einem Topf mit der Stärke versetzt und aufgekocht. Geben Sie Vanillinzucker und Kirschen mit in den Topf und erhitzen Sie das Kompott. Zum Schluss verfeinern Sie die Kirschen mit Amaretto.
  2. Braten Sie die selbstgemachten Schupfnudeln in Butter an. Streuen Sie etwas Zucker und Zimt darüber. Servieren Sie die süßen Schupfnudeln mit Kirschen noch warm. Eine Kugel Vanilleeis rundet das ganze ab.
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