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Kennen Sie schon … die Limequat?

Sie sieht aus wie eine kleinwüchsige Limette mit bittersüßem Geschmack. Die Limequat ist aber eine eigene Frucht, nämlich eine Kreuzung aus eben jener Limette und zwei Formen der Kumquat. Eine Hybride also, aber das klingt natürlich weniger sexy und lecker.  Aber wie kommt man darauf, solch eine wahnwitzige Kreuzung zu machen? Und was kann man mit Limequats machen?

limequat

Warum man die Limequat erfand?

Die Frage ist berechtigt: Warum kreuzt man überhaupt die Echte Limette mit Kumquats? Das hat einen sehr einfachen Grund: Sie lässt sich leichter in subtropischen Gefilden züchten, weil sie weniger kälteempfindlich ist und weniger Hitze zum Gedeihen benötigt. Mal abgesehen von diesen ökonomischen Gründen, die den Botaniker Walter Tennyson Swingle 1909 dazu veranlasst haben könnten, diese Züchtung vorzunehmen, schmeck sie weniger sauer als die Limette. Durch den Einfluss der Kumquats erhält sie ihre leicht bittersüße Note.

Rund oder oval? Die 3 Sorten

Die Limequat, die Hybride aus Limette und zwei verschiedenen Kumquats, gibt es in drei verschiedenen Sorten, die allesamt nach Orten in Florida benannt sind:

  1. Die Lakeland  ist eine größere Sorte und die Kreuzung aus Limette und einer runden Kumquat. Sie ist kernarm.
  2. Die Eustis, ebenfalls eine Kreuzung aus Limette und der runden Kumquat, wird am häufigsten angebaut. Sie ist etwas kleiner als die Lakeland, hat aber auch mehr Kerne.
  3. Die Tavares ist eine Hybride aus der ovalen Kumquat und der Limette. Diese etwas länglichere Frucht hat eine orange Farbnuance in der Schale.

Woran Sie die Limequat erkennen, falls Sie mal davor stehen

Bei der Limequat handelt es sich um einen Strauch oder Baum, der maximal 2,50 m hoch ragt. Zur Blütezeit erstrahlt die Pflanze mit weißen Blüten zwischen den Laubblättern. Aber Achtung: An den Zweigen wachsen Dornen. Und die Pflanze selbst eben in subtropischen Klimaregionen. Hauptanbaugebiete sind zum Beispiel:

  • der Süden der USA
  • Israel
  • Italien
  • Spanien
  • Südafrika

Wenn Sie sich also in einer dieser Regionen befinden, kann es durchaus sein, dass sie vor einem solchen Strauch stehen. In anderen warmen Gebieten wird die Pflanze hingegen eher als Zierpflanze genutzt.

Die inneren Werte zählen

Von außen sieht sie in der Tat wie eine zu klein geratene Limette aus: grüne, dicke und glänzende Schale in runder, fast ovaler Form. Sehr reife Früchte sind gelb. Das Innere hat es aber in sich: gelbes Fruchtfleisch mit eben jenem speziellen bittersüßen Geschmack und kleinen Kernen, die mitgegessen werden können. Achten Sie beim Kauf darauf, dass die Schale unbeschädigt ist und keine Druckstellen aufweist. Auch zu weiche Früchte sollten Sie lieber nicht in den Korb packen. Im Kühlschrank halten Sie die Früchte bis zu einem Monat frisch.

Gesundes Fingerfood

Das macht sie zu einem leckeren Snack zwischendurch. Einfach die Schale gründlich abwaschen, halbieren und das Fruchtfleisch auslöffeln oder die Frucht samt Schale essen. Neue Geschmackserlebnisse offenbaren sich Ihnen, wenn Sie diesen Exoten in eine Karamellsauce tauchen.  Aber auch sonst kann sie einfach anstelle von Limetten oder Zitronen verwendet werden, zum Beispiel auch als Dekor für Desserts oder Kuchen.

Die Limequat in der Küche

Da sie mit der Limette und der Kumquat verwandt ist, hat sie auch ähnliche Verwendungsmöglichkeiten. Gerade in Marmeladen, Soßen oder in Cocktails kommt ihre feine säuerliche Note erst richtig zur Geltung.

Unser Rezept für „Zitrusfrüchte pikant eingelegt“

Unsere pikanten Früchten schmecken hervorragend zu Geflügel, Fisch oder gegrilltem Fleisch.

Sie benötigen nur:

  • je 2 unbehandelte Zitronen, Limetten und Orangen
  • nach Geschmack Limequats und Kumquats
  • grobes Salz
  • frischer Thymian
  • frische Rosmarinzweige
  • Chilischoten (nach Geschmack)
  • 1 EL rote Pfefferkörner
  • Olivenöl
  • Einmachgläser

So wird’s gemacht:

  1. Waschen Sie die Früchte gründlich. Schneiden Sie die großen Zitrusfrüchte in grobe Scheiben. Halbieren oder vierteln Sie die Kumquats und Limequats.
  2. Schichten Sie die Zitrusfrüchte in eine Schüssel, geben Sie dabei zwischen jede Lage etwa 1 EL Salz. Decken Sie die Schüssel gut ab und lassen Sie sie an einem kühlen Ort für einen Tag ziehen.
  3. Nach der Ruhezeit spülen Sie die Früchte in einem Sieb gut ab und trocknen Sie mit Küchenpapier ab. Bereiten Sie Einmachgläser vor, indem Sie sie gründlich auswaschen und mit heißem Wasser ausspülen. Füllen Sie die gesalzenen Zitrusfrüchte in die Gläser und schichten Sie dabei immer wieder die Gewürze mit ein.
  4. Füllen Sie die Gläser mit soviel Olivenöl auf, bis alle Früchte bedeckt sind. Verschließen sie die Gläser fest und lassen Sie sie an einem dunklen und kühlen Ort mindestens 2 Wochen ziehen.
  5. Die eingelegten Früchte sind etwa ein halbes Jahr haltbar.

Quelle Bild Limequat: © tunedin – Fotolia.com

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