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Culinary Misfits – nicht perfekt, aber wertvoll

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Wenn wir in den Supermarkt gehen, dann finden wir perfekte Gurken, Möhren sie nahezu alle die gleiche Größe haben und perfekt gewachsene Zucchini, anders sind da die Culinary Misfits. Das ist das Obst und Gemüse, was eben nicht perfekt ist und nicht dem Standard entspricht. Die meisten Supermärkte führen nur Lebensmittel, die den Normen entsprechen. Nur 40 Prozent der Ernte kommen beim Endverbraucher an. Kurz: wir schmeißen viel zu viel weg.

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Inhalt:

Wo kann ich Misfits kaufen?

Edeka und Netto wollen Testweise das unschöne Gemüse verkaufen. Auch Rewe probiert, die Wunderlinge testweise in Österreich zu verkaufen. Alternativ kann jeder zum Bauern seines Vertrauens gehen und dort nachfragen. Die regionalen Landwirte werden die Misfits nämlich nicht los und freuen sich über jeden Abnehmer. Das unperfekte Gemüse kann außerdem Gerichten einen ganz neuen, unkonventionellen Look verpassen.

Kochen ohne Überreste

Die Culinary Misfits reduzieren Abfall und tun somit einiges für die Umwelt. Das können Sie selbst unterstützen. Während Plastiktüten schon allmählich der Vergangenheit angehören und immer mehr Unverpacktläden öffnen, ist das nur ein Anfang. Beim Kochen entsteht viel Müll, nicht nur wegen Verpackungen, sondern auch durch Küchenabfälle. Wir stellen Ihnen Rezepte vor, bei denen alles verwertet wird.

Messer zum Schälen und Schneiden

Glasierte Apfel-Galette

Die Äpfel müssen nicht perfekt sein. Kleine Dellen, unschöne Formen stören bei diesem Rezept nicht.

Zutaten:

Für den Teig

  • 250 Gramm Mehl
  • 2 EL Zucker
  • 1 Prise Salz
  • 150 g Butter (kalt)
  • Bio-Zitronenschale
  • 5 EL Eiswasser

Für den Belag

  • 4 Äpfel
  • 100 Gramm Butter
  • 1,5 EL brauner Zucker

Für den Sirup

  • Äpfel (das Kerngehäuse, die Reste und die Schale)
  • 250 ml Apfelsaft
  • 200 EL Zucker

Zubereitung:

  1. Vermengen Sie für den Teig Mehl, Zucker und Salz in einer Schüssel. Schneiden Sie die kalte Butter in Würfel schneiden und arbeiten Sie ein Drittel davon grob in den Teig ein, dann zwischen den Fingerkuppen zerbröseln. Arbeiten Sie die restliche Butter und Zitrone ebenso ein und achten Sie dabei darauf, dass einige größere Butterstückchen im Teig bleiben. So wird er schön knusprig.
  2. Geben Sie kaltes Wasser hinzu und drücken Sie den Teig rasch zu einer Kugel zusammen oder falten Sie ihn übereinander. Nicht kneten, die Butterstücke sollten noch immer sichtbar sein. Drücken Sie den Teig etwas flach, wickeln Sie ihn in Frischhaltefolie und lassen Sie ihn im Kühlschrank mindestens 30 Minuten ruhen.
  3. Schälen Sie währenddessen die Äpfel und heben Sie die Schalen auf. Das Fruchtfleisch schneiden Sie mit einem scharfen Messer in hauchdünne Scheiben. Kerngehäuse, Apfelreste und -schalen in einem Topf zur Seite stellen.
  4. Lassen Sie die Butter für den Belag in einem kleinen Topf bei kleiner Hitze schmelzen. Nehmen Sie den Teig aus dem Kühlschrank und rollen Sie ihn mit einem Nudelholz rund und 3-4 Millimeter dick aus. Legen Sie ihn dann auf ein mit Backpapier belegtes Blech und belegen Sie ihn mit Äpfeln. Schlagen Sie den Rand großzügig ein oder drehen Sie ihn wie bei einer Calzone ein. Bestreichen Sie die Äpfel großzügig mit Butter und bestreuen Sie sie mit etwas braunem Zucker.
  5. Backen Sie die Galette im Backofen bei 180 Grad 20-25 Minuten goldbraun. Eventuell ein bis zwei Mal im Ofen drehen, damit sie gleichmäßig bäckt.
  6. In der Zwischenzeit kochen Sie Kerngehäuse, Apfelreste und -schalen mit dem Saft auf kleiner Flamme zu Sirup ein. Das Kerngehäuse enthält das meiste Pektin der Frucht und hilft auf natürliche Weise, den Saft einzudicken. Das dauert je nach Menge ca. 40–50 Minuten. Gießen Sie den Sirup durch ein Sieb ab. Die fertige Galette bestreichen Sie noch warm mit dem Sirup.

Brokkolistammsalat

Beim Brokkoli muss man den Stamm nicht wegwerfen. In diesem Salat wird alles restlos verarbeitet.

(Rezept für 4 Personen)

Zutaten:

  • 1 Bio-Zitrone (Saft)
  • 50 ml Olivenöl
  • 1 TL Honig
  • Salz
  • Pfeffer (frisch gemahlen)
  • 500 g Brokkoli (die Stämme)
  • 1 Birne (fest)
  • 200 g Feta
  • 4 EL Walnüsse
  • Rucola (oder frische Kräuter zum Anrichten)
  • Brokkoli Blätter

Zubereitung:

  1. Für das Dressing mischen Sie Zitronensaft mit Olivenöl, Honig, Salz und Pfeffer in einem Schraubglas mit Deckel und schütteln das Ganze gut durch.
  2. Mit einem Gemüseschäler schälen Sie die äußerste Haut der Brokkolistämme ab (sie lassen sich in leichtem Salzwasser zu Brühe auskochen). Schneiden Sie die Brokkolistämme in dünne Streifen. Waschen Sie die Birne gut und schneiden Sie sie ebenfalls in Scheiben. Marinieren Sie beides mit dem Dressing in einer Schüssel.
  3. Verteilen Sie den Fetakäse auf Tellern, setzen Sie den Brokkoli-Birnen-Salat darauf und richten alles mit Walnüssen, Rucola oder Kräutern sowie Brokkoliblättern an.

Tipp

Das Gericht kann auch als warme Vorspeise serviert werden. Dazu können Sie alle Brokkoliteile kurz blanchieren, abschrecken und in einer Pfanne rösten, bis braune, knusprige Stellen sichtbar werden. Die Birne können Sie in Spalten oder Stücken in wenig Öl oder Butter ebenfalls anbraten. Alles mit Esskastanien und einigen Salatblättern mit einem süßen Dressing aus Balsamico, Orangensaft, Senf und Olivenöl marinieren. Croûtons sind ein passendes Topping für diese Variante.

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