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Russische Küche: Genuss jenseits von Kaviar und Wodka

Die russische Küche zeichnet sich durch reichhaltige Speisen mit vielfältigen Aromen aus. Denn Russland leben viele unterschiedliche Menschen mit unterschiedlichen Ethnien und Kulturen, die alle eigene Esstraditionen und Gerichte haben. Aus diesen hat sich im Laufe der Zeit die heutige russische Küche gebildet und auch aus den Nachbarländern wurden Gerichte entlehnt. Elementare Bestandteile der Küche Russlands sind Kohl, Buchweizen und regionales und saisonales Gemüse. Aber auch Rind, Schwein, Huhn und Fisch sind in vielen russischen Speisen vertreten. Wie in vielen anderen östlichen Ländern sind auch in Russland Gebäcke, Kuchen und Desserts sehr süß. Wir zeigen Ihnen, dass die russische Küche weit mehr auftischen kann als nur Kaviar, Piroggen und Wodka.

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Esskultur in Russland

Die Esskultur in Russland unterscheidet sich in der Stadt und auf dem Land teilweise sehr stark. Auf dem Land versorgen sich viele Menschen noch selbst und bauen ihr eigenes Gemüse und Obst an und halten sich Milchkühe. Die Geselligkeit ist ein wichtiger Faktor am Tisch und so wird sich auch wenn möglich viel Zeit zum Essen mit Freunden oder Familie gelassen.

Ein typisches russisches Frühstück ist sehr reichhaltig und wird viel später gehalten als bei uns. Hier kommen dann viele Milchprodukte wie Kefir, Quark und saure Sahne auf den Tisch. Zu meist dunklem Brot werden Wurst und Käse gereicht und Spiegelei und Bockwürste gegessen. Auch Buchweizenbrei ist ein typisches Frühstücksgericht in Russland. Getrunken wird dazu Tee, Kaffee oder Saft.

Zum Mittagessen gibt es traditionell mehrere Gänge, die aus kleinen Portionen bestehen. Begonnen wird mit den Sakuski. Als Vorspeisen werden hier Salate und eingelegtes Gemüse gereicht. Danach isst man eine Suppe, bevor man sich an Hauptspeisen wagt. Diese bestehen oftmals aus Fisch- oder Fleischgerichten, die mit Kartoffeln, Reis, Gemüse oder Buchweizen gegessen werden. Zum Schluss wird das russische Mittagessen mit einem Kompott oder Eis abgerundet. Dazu wird Tee oder Kaffee getrunken.

Abends wird in Russland weniger gegessen als am Mittag und auch nicht so groß aufgetischt. Trotzdem werden auch hier mehrere kleine Gänge gereicht. Es wird eher warm gegessen und nicht wie bei uns belegte Brote. Als Gast wird man reich bewirtet und sollte einen großen Appetit mitbringen. Isst man als Gast zu wenig beleidigt man den Gastgeber, da dieser dann davon ausgeht, es hat nicht geschmeckt. In Russland wird zum Essen auch reichlich getrunken, unter anderem natürlich Wodka.

Russische Spezialitäten

Die russische Küche hat eine Vielzahl an deftigen Suppen zu bieten aber auch herzhafte Eintöpfe, schwere Salate und reiche Fisch- oder Fleischgerichte. Die Auswahl an Gerichten ist riesig und vielfältig und unterscheidet sich von Region zu Region. Hier finden Sie eine kleine Sammlung beliebter russischer Spezialitäten.

Eingelegtes Gemüse

Verschiedene eingelegte Gemüsesorten sind ein essenzieller Teil der russischen Küche. Gurken, Pilze, Paprika und Co. werden hierfür in Salzlake oder sauer eingelegt und so haltbar gemacht. Daraus werden dann später verschiedene Gerichte wie Soljanka gemacht.

Blini

Blini sind russische Pfannkuchen, die entweder gefüllt oder mit saurer Sahne gegessen werden. Traditionell wird der Teig für die Blini aus Buchweizenmehl gemacht. Typisch sind herzhafte Fleisch- und süßliche Quarkfüllungen.

Kwas

Kwas ist eines der Nationalgetränke Russlands und das schon seit Jahrhunderten. Das russische Erfrischungsgetränk hat einen charakteristischen säuerlichen Geschmack und ist heutzutage in Russland in jedem Supermarkt erhältlich. Es gibt unzählige überlieferte Rezepte für Kwas. Früher wurde es zum Beispiel aus Beeren, Honig sowie Gewürzen und Kräutern gemacht. Heute ist die Variante mit Brot und Hefe als Zutaten sehr populär.

Borschtsch

Auch Borschtsch ist aus der russischen Küche nicht wegzudenken. Dabei kommt der deftige Eintopf ursprünglich aus der Ukraine. In den russischen Eintopf kommen normalerweise Rote Bete, Zwiebeln, Karotten, Kartoffeln und Weißkohl. Wahlweise wird in Borschtsch auch Rindfleisch verwendet.

Rezepte aus der russischen Küche

Zum Essen wird oftmals Tee getrunken, der in Russland Tschai genannt wird. Hierfür wird erst ein Extrakt aus den Zutaten gekocht, das dann mit heißem Wasser aufgegossen wird. Zum Wasser kochen wird ein Smowar benutzt. Dieser russische Kocher ist meistens kunstvoll gestaltet und bunt bemalt. Der Tee stärkt und wärmt nicht nur, er passt auch zu allen Speisen, wie auch zu den folgenden beiden Rezepten.

Rezept: Pelmeni – russische Nudeltaschen

Pelmeni sind über die Grenzen Russlands hinaus bekannt und beliebt. Die gefüllten Nudeln kommen ursprünglich aus Sibirien und waren die Wegzehrung vieler Reisender, da Sie sättigen und von Innen wärmen. Die russische Spezialität wird traditionell mit Fleisch gefüllt. Heute gibt es jedoch auch viele kreative Varianten mit Gemüse und anderen Zutaten. Sie werden mit zerlassener Butter, saurer Sahne oder Essig serviert. Pelmeni sollten sofort heiß verzerrt werden, da sie abgekühlt nicht mehr so gut schmecken.

Zutaten:

  • 250 g Mehl
  • 2 Eier
  • Wasser
  • 350 g Hackfleisch
  • 2 Zwiebeln
  • Butter
  • Petersilie
  • Salz
  • Pfeffer

Zubereitung:

  1. Als erstes schälen Sie die Zwiebeln und schneiden diese in kleine Würfel. Mischen Sie die Zwiebelwürfel zusammen mit ca. 2 EL Wasser unter das Hackfleisch und würzen Sie das Ganze mit Salz und Pfeffer. Hacken Sie die Petersilie klein und stellen Sie sie beiseite.
  2. Für den Teig verkneten Sie das Mehl, das Ei, eine Prise Salz und ungefähr 3 EL Wasser zu einem homogenen Nudelteig. Rollen Sie den Teig dünn aus und achten Sie darauf, dass er nicht reißt.
  3. Stechen Sie nun aus dem Teig mit einer Pelmeniform so viele Pelmeni wie möglich aus. Alternativ können Sie auch ein Glas benutzen. Trennen Sie ein Ei und stellen Sie das Eigelb zur Seite. Sie benötigen nur das Eiweiß.
  4. Geben Sie im nächsten Schritt einen Teelöffel der Hackfleischfüllung auf die Teigscheibe und befeuchten Sie die Ränder mit dem Eiweiß. Anschließend falten Sie den Teig über der Füllung zusammen, sodass eine Art Halbmond entsteht. Die Ränder müssen fest aufeinandergedrückt werden, damit die Füllung beim Kochen nicht hinausfällt. Nun Kleben Sie die Ecken zusammen, wenn nötig mit Hilfe von ein wenig Eiweiß oder Wasser.
  5. Erhitzen Sie in einem Topf Salzwasser bis es siedet und geben Sie die Pelmeni hinein. Diese müssen nun 10 bis 15 Minuten kochen. Zum Servieren auf einen Teller geben und mit zerlassener Butter überziehen und Petersilie bestreuen.

Rezept: Russischer Buchweizen aus dem Tontopf

Buchweizen ist in Russland schon seit Jahrhunderten Teil der nationalen Küche. Egal ob als Beilage zu Fisch, Fleisch, Gemüse oder als Brei er ist für die Russen in ihren Gerichten nicht wegzudenken. Er stärkt und enthält viel Eisen, wertvolle Eiweiße, Kalium und Jod. Russischer Buchweizen ist dunkler als der deutsche. Um das volle Aroma russischer Speisen mit Buchweizen genießen zu können, empfehlen wir Ihnen den Buchweizen in einem russischen Laden zu kaufen. Wählen Sie die hiesige Variante sollten Sie den Buchweizen vorher in einer Pfanne ohne Fett anrösten. So setzt er sein volles Aroma frei.

Zutaten:

  • 2 Tassen Buchweizen
  • 400g Rinder-, Schweine- oder Hühnerfleisch
  • 2 Zwiebeln
  • 2 Lorbeerblätter
  • 4 Tassen Gemüsebrühe
  • ½ Bund Schnittlauch
  • Saure Sahne
  • Salz
  • Pfeffer

Zubereitung:

  1. Waschen Sie den Buchweizen gründlich und geben Sie diesen in den Tontopf. Schälen Sie nun die Zwiebeln und hacken Sie sie klein. Zerkleinern Sie den Schnittlauch mit einem Wiegemesser.
  2. Schneiden Sie das Fleisch mit einem Fleischmesser in feine Streifen und braten Sie es anschließend in etwas Öl kurz an. Heizen Sie den Ofen auf 180 Grad Ober- und Unterhitze vor.
  3. Geben Sie nun das vorgebratene Fleisch, die Zwiebelwürfel und die Lorbeerblätter auf den Buchweizen. Nicht mit dem Buchweizen vermischen.
  4. Anschließend kochen Sie die Brühe auf, lassen diese kurz runterkühlen und kippen sie noch heiß auf den Buchweizen. Decken Sie den Tontopf mit dem Deckel ab und schieben Sie das Gericht in den Ofen. Der Buchweizen muss 40 Minuten garen.
  5. Rühren Sie das Ganze um, verteilen Sie den Schnittlauch darüber und servieren Sie den Buchweizen mit saurer Sahne.
© minadezhda – Fotolia
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