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Spätzle selber machen: so lecker wie bei Oma

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Spätzle selber machen mag heute, wo es fast alles fertig und abgepackt im Supermarkt gibt, etwas unzeitgemäß erscheinen. Doch Spätzle aus dem Kühlregal lassen einen noch lange nicht so sehr dahinschmelzen, wie damals Omas selbstgemachte Spätzle. Denn die haben einfach viel besser geschmeckt. Holen Sie sich ein wenig Nostalgie auf den Teller und lernen Sie hier, Spätzle selber machen.

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Inhalt:

Die Geschichte der Spätzle

Knöple, Spätzli, Knepfli oder Nockerln – Spätzle werden in vielen Teilen Europas zubereitet und haben zahlreiche Namen.  Als Ursprung der Spätzle sieht man Schwaben an. Hier werden die Eierspätzle seit Jahrhunderten hergestellt und zu leckeren Speisen verarbeitet. Damals wurde jedoch Dinkelmehl statt Weizenmehl verwendet. Dinkel ist ein Getreide mit wenigen Ansprüchen und wurde deshalb von vielen armen Leuten angebaut.  Wenn Sie sich keine Eier leisten konnten wurden die Spätzle nur aus dem sehr klebfähigen Dinkelmehl und Wasser hergestellt.

Selbstgemachte handgeschabte Spätzle kommen bei uns heute nur noch selten auf den Teller. In den Supermerkten gibt es maschinell geschabte Spätzle zum günstigen Preis, die lediglich aus der Verpackung genommen und gekocht oder gebraten werden müssen.

Spätzle-Spezialitäten und Varianten

Spätzle werden überall anders zubereitet. Da gibt es die klassische Variante der Spätzle als Beilage aber auch süße Spätzle. Hier finden Sie einen kleinen Überblick über leckere Gerichte mit Spätzlen:

  • Dinkelspätzle sind Spätzle aus Dinkelmehl.
  • Backspätzle sind goldgelbe in Öl gebackene Spätzle. Sie werden als Einlage für Knödel- und Nudelsuppen verwendet.
  • Für Kräuterspätzle mischen Sie einfach gehackte Petersilie, Liebstöckel, Estragon oder andere Kräuter in den Spätzleteig.
  • Apfelspätzle werden vor allem im Allgäu und am Bodensee gegessen. Die angerösteten Spätzle werden mit gedämpften Apfelscheiben oder Apfelkompott kombiniert und dann mit Zimt und Zucker verfeinert.
  • Für Linsen mit Spätzle und Saitenwürstle kocht man eine saucenähnliche Linsenbeilage in der zum Schluss das Würstchen erhitzt wird.
  • Mit Mohn und Zucker angeröstete Spätzle nennen sich Mohnspätzle.
  • Für ein Spätzleomlett mischen Sie Spätzle und Schinken unter eine Eimasse und backen das Ganze in einer Pfanne zu einem Omelett.

Spätzle selber machen: so wird’s gemacht

Neben dem Schaben gibt es heute viele verschiedene Arten den Teig in Spätzle zu verwandeln. Zum Spätzle schaben benötigen Sie ein möglichst vorne abgeschrägtes Brett und einen Spätzleschaber oder ein Messer. Das Zassenhaus Spätzlebrett besteht aus hartem, waldschonendem Bambus und kommt im Set mit einem Edelstahlschaber.

Der Vorgang des Schabens ist recht aufwendig und braucht einiges an Geduld und vor allem Übung. Bei den ersten Versuchen kommt es da oft zu misslungenen Spätzlen, die auch Raben, Störchen, Rappen oder Großvater genannt werden.

Hilfsmittel, wie eine Spätzlepresse, können das ganze vereinfachen. Hier wird der Teig einfach durch die Presse in den Topf gedrückt. Oder sie nutzen ein Spätzlehobel oder Spätzlesieb. Für welche Methode Sie sich entscheiden, hängt vom Aufwand, den Sie sich machen wollen und den persönlichen Vorlieben ab.

Spätzle Grundrezept

Sie benötigen:

  • 500 g Mehl
  • 6 Eier
  • 200 ml Mineralwasser
  • 1 Prise Salz

Zubereitung:

  1. Sieben Sie das Mehl in eine Schüssel und drücken Sie eine Mulde in die Mitte. Schlagen Sie die Eier in die Mulde. Nun geben Sie das Mineralwasser und Salz dazu und  vermengen das Ganze zu einem zähen Teig. Hierzu können Sie mit den Händen kneten, mit einem Holzlöffel rühren oder ein Handrührgerät mit Knethaken nutzen.
  2. Lassen Sie den Teig 10 Minuten zum Ruhen stehen. Kochen Sie in einem großen Topf Salzwasser sprudelig auf. Zum Spätzle Schaben feuchten Sie das Brett und den Schaber an. Dann streichen Sie 1 bis 2 Esslöffel Teig auf dem Brett glatt. Halten Sie das Brett über das kochende Wasser und schaben Sie ihn Stück für Stück ins Wasser. Mit etwas Übung schaffen Sie es in einer fließenden raschen Bewegung.
  3. Geben Sie immer nur einen Teil des Teigs in den Topf, damit die Spätzle nicht aneinanderkleben. Fertige Spätzle kommen an die Wasseroberfläche und können dann mit einem Schöpflöffel herausgenommen werden, bevor die nächste Fuhre in den Topf kommt. Tunken Sie die Spätzle nach dem Kochen in kaltes Wasser und gießen Sie dieses später ab. Nun können Sie die Spätzle weiterverarbeiten oder als Beilage servieren.

Rezepte mit Spätzle

Spätzle sind eine sensationelle Beilage zu Wildschweinragout, Kotelette, Gulasch, Suppen oder knackigem Gemüse. Man kann Sie aber auch zu leckeren Gerichten, wie Käsespätzle oder Mohnspätzle verarbeiten. Probieren Sie es aus!

Käsespätzle Rezept

Käsespätzle mit Röstzwiebeln sind eine leckere Kreation aus dem Allgäu und super leicht zu kochen. Große und kleine Esser werden von diesem Klassiker einfach begeistert sein und es zu ihrem neuen Lieblingsgericht machen.

Zutaten:

  • Selbstgemachte Spätzle
  • 300 g geriebener Emmentaler
  • 2 Zwiebeln
  • 4 El Butter
  • Salz
  • Pfeffer

Zubereitung :

  1. Schälen Sie die Zwiebeln und schneiden Sie sie in Ringe. Geben Sie 2 El Butter in eine heiße Pfanne und braten Sie darin die Zwiebelringe goldbraun an.
  2. Nehmen Sie die Zwiebeln aus der Pfanne und geben Sie den Rest Butter hinein. Nun braten Sie die Spätzle darin leicht an. Stellen Sie die Hitze der Platte herunter und streuen Sie den Käse über die Spätzle. Vermischen Sie das Ganze und lassen Sie den Käse zerlaufen.
  3. Häufen Sie die Käsespätzle portionsweise auf Teller auf und streuen Sie die Röstzwiebeln darüber. Guten Appetit!

Spätzle-Pfanne

Spätzle ist nicht nur als Beilage ein richtiger Leckerbissen. In Aufläufen und Pfannen tragen Sie das ganze Gericht und sorgen für zufriedene Bäuche. Die Spätzle-Pfanne können Sie natürlich auch mit fertigen Spätzlen aus dem Supermarkt machen. Diese kochen sie einfach nach Packungsangabe und geben 5 Minuten vor Kochende die Möhren dazu. Wenn Sie die Spätzle selber machen, schmeckt das ganze jedoch noch viel besser!

Zutaten:

  • 300 g selbstgemachte Spätzle
  • 500 g Schweinehackfleisch
  • 500 g stückige Tomaten (Dose)
  • 2 Möhren
  • 1 Zwiebel
  • ½ Beet Kresse
  • Salz
  • Pfeffer
  • Majoran

Zubereitung:

  1. Schälen und schneiden Sie die Zwiebel in Würfel. Nun waschen Sie die Möhren ab und schneiden diese in Stücke.
  2. Bereiten Sie die Spätzle wie oben angegeben zu. Und kochen Sie diese. Geben Sie die Möhren mit in den Gartopf der Spätzle und kochen Sie sie ca. 5 Minuten mit.
  3. Dünsten Sie die Zwiebelstücke in einer Pfanne mit Öl an. Danach geben Sie das Hackfleisch mit in die Pfanne. Ist das Hackfleisch durchgebraten, können Sie die Tomaten daruntermischen.
  4. Verfeinern Sie das Hackfleisch-Tomaten-Gemisch mit Salz, Pfeffer und getrocknetem Majoran. Jetzt können Sie die Spätzle und die Möhren dazugeben und mit der Sauce verrühren. Zum Garnieren streuen Sie Kresse über die Spätzle-Pfanne.
© kab-vision - Fotolia


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