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Pfeffermühle: historisch betrachtet

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Mit der industriellen Revolution änderten sich nicht nur die Produktionsverfahren, sondern auch die Kochtechniken. Denn im Rahmen der neuen Techniken konnten feinere Produkte hergestellt werden. Produkte die mit komplizierten Mahlwerken arbeiten. Die Rede ist von der Pfeffermühle. Goethe kannte sie nicht, denn erst 1842 erfanden ein paar clevere Franzosen von Peugeot dieses Gerät und sorgten dafür, dass Generationen ihre Speisen besser würzen können.

Erst Messer und Löffel, dann die Gabel

Die Revolution in der Küche startete natürlich schon früher, denn mit dem Aufkommen von Gabeln, ergaben sich neue Methoden zu essen. Ja richtig, die Gabel war nicht von Anfang an dabei, dafür aber das Messer und die Löffel. Während Messer und Löffel noch (relativ) leicht herzustellen sind, braucht es bei der Gabel schon mehr Aufwand, denn zwei Probleme traten bei der Herstellung auf: Die feinen Zinken mussten geformt werden und ihre Stabilität musste gegeben sein. Mit Holz schien so etwas möglich zu sein, doch musste ein Schnitzer tagelang für eine Gabel arbeiten. Konnten die Schmiede dieses Problem lösen? Leider nein, denn ihre Verarbeitungsmethoden waren nicht geeignet um Metall so zuformen, dass es fein wurde und die Zinken ihre Aufgabe erfüllten. Auch war der Rost ein großes Problem. Erst mit dem Aufkommen von besserem Stahl und neuen Produktionsmethoden wurde dieses Problem beseitigt. (Eine weitere Erklärung für das Fehlen der Gabel könnte die christliche Verteufelung der Gabel sein, denn mit ihren Zinken sollte sie (nach der Interpretation der Kirche) den Teufel repräsentieren, der ja auch mit seinem gabelartigen Stab auf die Erde kommen sollte.

Die Pfeffermühle: Würzen auf hohem Niveau

Die Pfeffermühlen fallen besonders auf, da sie Mörser und andere Geräte zum Zerkleinern von Körnern oder Stoffen ablösen. Während mit dem Mörser zusehends nur Pulver aus dem Pfefferkörnern wurde, arbeitete die Pfeffermühle anders. Je nach Einstellung des Mahlwerkes konnte sie Bruchstück des Pfeffers hervorbringen, die geschmacklich dem Pfefferstaub überlegen war und auch ein ganz anderes Kauferlebnis bieten konnten. Eine geschmackliche Revolution war hervorgetreten und die Pfeffermühle ist nicht mehr wegzudenken. Doch zu ihrer ursprünglichen Aufgabe dem Würzen und Verfeinern von Speisen kam eine neue Aufgabe: Dekoration. Ja genau! Die Pfeffermühle versprüht mittlerweile in vielen Küchen ein Flair von Paris und soll Zeuge sein, dass ihre Besitzer der hohen Kunst des Kochens mächtig sind. Ein leicht erwerbarer Order, dem nicht immer Taten folgen müssen. Dem aber immer eine gewisse Stimmung folgt.




Schlagwörter: gabel, löffel, Messer, pfeffermühle
Kommentare
  • Dienstag, 06. September 2011 um 14:09 Uhr
    Geschrieben von Gute Küchen besitzen eine Pfeffermühle | Artikel Jetzt!

    […] Ballartige Mühlen, Schüttelmühlen und Stabförmige Mühlen. Es zeigt sich, dass die knapp 200 Jahre Pfeffermühlen Existenz zu einer Entwicklung geführt haben, die ihres gleichen […]

  • Donnerstag, 27. Oktober 2011 um 10:10 Uhr
    Geschrieben von Thomas Kreuz

    Ich produziere seit 10 Jahren Pfeffermühlen in Kleinserien, nach meiner Meinung ist das derzeit beste Mahlwerk aus der Schweiz. Stahl mit Einstellschraube zur Regulierung der Feinheit unten, dadurch wird nichts mehr unbeabsichtigt verstellt. Auch die Mahlmenge ist enorm im Vergleich zu den herkömmlichen.


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