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Maronen zubereiten – herzhaft oder süß

 

Man kennt sie von Straßenständen und Weihnachtsmärkten und kann meistens einfach nicht an ihnen vorbei gehen: Maronen. Die leckeren Esskastanien sind fester Bestandteil der Herbst-, Winter- und Vorweihnachtszeit und sind bei Groß und Klein sehr beliebt. Sie müssen aber nicht unbedingt auf die Eröffnung der Weihnachtsmärkte warten, um sie zu genießen. Maronen können auch ganz leicht in der heimischen Küche zubereitet werden und als Snack oder Beilage zu herzhaften Fleischgerichten gegessen werden. Sie haben mehr Lust auf etwas Süßes? Maronen eignen sich auch prima als Zutat für süße Cremes, Gebäck und Kuchen. Erfahren Sie bei uns mehr über die beliebte Nussfrucht und lernen Sie wie man Maronen zu Hause zubereiten kann.

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Inhalt:

Woran erkenne ich Esskastanien?

Die Marone ist eine Art der Edelkastanie, hat einen intensiveren Geschmack als die herkömmliche Esskastanie und lässt sich auch leichter schälen als diese. Von der nicht essbaren Rosskastanie unterscheiden sich Maronen durch ihre feineren Stacheln an der äußersten Hülle. Außerdem ist die braune glänzende Schale der Maronen weicher als die der Rosskastanien und sie sind eher herzförmig. Gegessen wird von der Esskastanie und der Marone nur das Fruchtfleisch. Dieses hat eine gelblich-weiße Farbe und einen nussig süßen Geschmack.

Erntezeit der Marone

Maronen werden in der Zeit von Ende September bis Anfang Oktober geerntet. Dass Sie reif sind, erkennt man praktischerweise daran, ob sie noch am Baum hängen oder bereits abgefallen sind. Esskastanien werden zumeist nicht gepflückt, sondern vom Boden aufgelesen. Neben der Marone erhält man bei uns im Handel häufig auch die sogenannte Dauermarone. Diese muss gepflückt werden. Zudem wird Sie erst Ende November geerntet und hält sich an einem kühlen und trockenen Ort mehrere Monate lang. Die normalen Maronen halten sich ungekocht nur einige Tage lang frisch.

Was sollten Sie beim Kauf beachten?

Vor allem wenn Sie frische Maronen kaufen, sollten Sie auf Frische achten. Haben Sie bereits Maronen gekauft und sind sich nicht sicher, ob wirklich alle noch gut sind, können Sie einen einfachen Trick anwenden. Geben Sie hierfür lauwarmes Wasser in eine große Schüssel und schütten Sie die Esskastanien hinein. Schwimmen Maronen oben? Dann lassen Sie die Finger von diesen, denn sie sind schlecht. Die Kastanien, die auf dem Boden der Schüssel liegen bleiben, können sie guten Gewissens weiterverarbeiten. Natürlich können Sie einen Fehlkauf vermeiden, wenn Sie schon beim Einkauf die Augen aufhalten. Achten Sie hierbei auf folgende Dinge:

  1. Vorsicht vor Wurmbefall: Achten Sie auf Löcher in der Schale.
  2. Nehmen Sie die Maronen in die Hand. Sehr leichte Maronen haben höchstwahrscheinlich keinen Kern mehr, da Sie schon alt sind.
  3. Die Schale der Nussfrüchte sollte gesund aussehen und glatt und glänzend sein, nicht matt.

Maronen zubereiten: So geht’s!

Von Weihnachtsmärkten kennen wir Maronen hauptsächlich in geröstetem Zustand. Hierfür wird meistens ein spezieller Röster genutzt. Trotzdem können Sie Maronen auch zu Hause ganz leicht zubereiten. Dafür benötigen Sie lediglich Ihren hauseigenen Herd.

Maronen im Backofen rösten

Das Aroma der Maroni entfaltet sich am besten durch das Rösten. Vor dem Rösten können Sie die Maronen für ungefähr 10 Minuten in einer Schüssel mit heißem Wasser einweichen lassen. So bleiben Sie beim Rösten saftig und lassen sich leichter einritzen. Zur Verkürzung der Backzeit können Sie die Maronen ca. 5 Minuten vorkochen.

Zuerst schneiden Sie die Spitze der Maronen mit einer Schere ab. Nun schneiden Sie auf der bauchigen Seite der Nussfrucht ein Kreuz in die Schale und die darunterliegende Haut. Die Maronen werden dann auf ein Backblech gelegt. Die angeschnittene Seite sollte hierbei nach oben zeigen. Bei 200 Grad Ober- und Unterhitze 20 bis 25 Minuten backen, bis die Schale am Einschnitt aufplatzt. Nach dem Schälen können Sie die Maronen gleich essen oder weiterverarbeiten.

Maronen kochen

Auch zum Kochen müssen die Kastanien eingeschnitten werden. Legen Sie sie dann in einen Topf und geben Sie Salzwasser dazu, bis diese leicht bedeckt sind. Nun müssen die Maronen ca. 20 Minuten gekocht werden, bevor Sie sie schälen. Beim Schälen sollte auch die dünne Zwischenhaut über dem Fruchtfleisch entfernt werden.

Rezepte mit Maronen

Aus Maronen werden Mehl, Creme, Püree und Suppen gemach und die nussige Esskastanie wird in Kuchen, Pesto, Brot oder glasiert gegessen. Für die meisten Rezepte können Sie auch vakuumverpackte Maronen aus dem Supermarkt benutzen. Diese sind bereits gegart und geschält und können sofort verwendet werden.

Rezept: Maronensuppe

Zutaten:

  • 300 g Maronen
  • 2 mittelgroße Kartoffeln
  • 2 Schalotten
  • 1 TL Zucker
  • 1 EL Butterschmalz
  • 100 ml Madeira Wein oder
  • 1 Schuss Portwein
  • 700 ml Brühe
  • 100 ml Schlagsahne
  • Salz
  • Pfeffer

Zubereitung:

  1. Bereiten Sie die Maronen vor, indem Sie sie kochen oder rösten. Schälen Sie die Maronen, Kartoffeln und Schalotten mit einem Schälmesser und schneiden Sie alles in kleine Würfel.
  2. Geben Sie das Butterschmalz in einen Topf und erhitzen Sie es. Geben Sie zuerst die Schalotten in den Topf und schwitzen Sie sie an. Nun braten Sie die Kartoffeln kurz an und geben dann die Maronen dazu. Sind alle Zutaten gut angebraten, bestreuen Sie sie mit Zucker und lassen das Ganze kurz anrösten.
  3. Löschen Sie die Masse mit Portwein ab. Dieser muss kurz einkochen, bevor Sie 50 ml Sahne und die Brühe unterrühren und alles aufkochen lassen. Die Zutaten müssen dann bei mittlerer Hitze zugedeckt ungefähr 30 Minuten kochen.
  4. Im letzten Schritt pürieren Sie die Masse und geben den Rest der Sahne hinzu. Bei Bedarf mit Brühe verdünnen. Vor dem Servieren mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Rezept: süße Maronencreme fürs Brot

Süße Maronencreme ist als leckerer Nachtisch auch bei uns bekannt. Als Brotaufstrich wird die süße Creme jedoch zum Highlight. Denn durch die Zugabe von Vanille und Honig zaubern Sie sich den Geschmack des Winters auf Ihr Frühstücksbrot.

Zutaten:

  • 300 g Maronen
  • 2 EL weiche Butter
  • 2 EL flüssiger milder Honig
  • 1 Packung Vanillezucker
  • 2–3 EL Sahne
  • ½ Vanilleschote
  • Salz

Zubereitung:

  1. Schneiden Sie die Schale der Maronen mit einem Tourniermesser kreuzförmig ein. Nun geben Sie die Maronen in einen Topf und füllen diesen mit Wasser, bis die Maronen bedeckt sind. Salzen Sie das Wasser und kochen Sie die Maronen darin bei mittlerer Hitze ca. 40 bis 45 min lang.
  2. Nehmen Sie die Maronen von der Herdplatte und pürieren Sie diese, während sie noch heiß sind. Lassen Sie das Maronenpüree 30 Minuten abkühlen. Schneiden Sie währenddessen die Vanilleschote auf und entfernen Sie das Vanillemark.
  3. Ist das Püree runtergekühlt geben Sie Honig, Vanillezucker, Vanillemark, Butter und Sahne dazu und verrühren alles gut, bis eine homogene Creme entsteht.

Der raffinierte Brotaufstrich ist im Kühlschrank 4 bis 5 Tage haltbar und schmeckt besonders gut auf Weißbrot.

© karepa – Fotolia

 

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