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Maronen zubereiten – Esskastanien herzhaft oder süß

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Man kennt sie von Straßenständen und Weihnachtsmärkten und kann meistens einfach nicht an ihnen vorbei gehen: Maronen. Die leckeren Esskastanien sind fester Bestandteil der Herbst-, Winter- und Vorweihnachtszeit und sind bei Groß und Klein sehr beliebt. Sie müssen aber nicht unbedingt auf die Eröffnung der Weihnachtsmärkte warten, um sie zu genießen. Maronen können auch ganz leicht in der heimischen Küche zubereitet werden und als Snack oder Beilage zu herzhaften Fleischgerichten gegessen werden. Sie haben mehr Lust auf etwas Süßes? Maronen eignen sich auch prima als Zutat für süße Cremes, Gebäck und Kuchen. Erfahren Sie bei uns mehr über die beliebte Nussfrucht und lernen Sie wie man Maronen zu Hause zubereiten kann.

maronen-zubereiten

Inhalt:

Esskastanien erkennen

Die Marone ist eine Art der Edelkastanie, hat einen intensiveren Geschmack als die herkömmliche Esskastanie und lässt sich auch leichter schälen als diese. Gegessen wird von der Esskastanie und der Marone nur das Fruchtfleisch. Dieses hat eine gelblich-weiße Farbe und einen nussig süßen Geschmack. Es gibt grundlegend drei verschiedene Sorten von Maronen:

Maronen


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Maronen sind ei- oder herzförmig und besitzen eine rotbraune, glänze Schale. Der Geschmack ist sehr aromatisch und sie lassen sich leicht schälen.

Esskastanien


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Esskastanien besitzen ein weniger intensives Aroma und sind deutlich größer. Die ovale Kastanie ist schwer zu schälen. Außerdem sind die nur über kurze Zeit hinweg haltbar.

Dauermaronen


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Dauermaronen sind ähnlich aromatisch wie Maronen und lassen sich durch ihre rundliche Form mit einer flachen Seite erkennen. Sie lassen sich nicht vom Boden aufheben, sondern müssen Ende November von Hand gepflückt werden, lassen sich allerdings mehrere Monate aufbewahren.

Achtung: Nicht mit der weit verbreiteten Rosskastanie verwechseln! Diese ist nämlich ungenießbar.

Spricht man von Maronen, dann ist nicht automatisch eine Kastanie gemeint. Bekannte Speisepilz tragen denselben Namen. Pilz und Kastanie gleichen sich in Farbe und Form des Hutes. Der sogenannte Röhrling wird der Einfachheit halber als Braunkappe oder Marone bezeichnet.

Finden kann man den Maronen-Pilz zwischen Mitte September und Anfang November.

Die Maronen Saison beginnt Ende September/Anfang Oktober. In der Zeit kann man die Früchte, die aus ihrer stachligen Hülle geplatzt sind, auf dem Boden auflesen.

In den leckeren Snacks verstecken sich allerhand Vitamine und Mineralstoffe: Vitamin C, B-Vitamine, Kalium und Magnesium. Außerdem sind sie äußerst kalorien- und fettarm.

Maronen hängen an bis zu 35 Meter hohen Bäumen in kleinen, stachligen Hüllen. Je Hülle wachsen ein bis drei Kastanien.

Maronen richtig lagern

Für das volle Aroma sollten Maronen am besten frisch zubereitet werden, da sie nicht besonders lange haltbar sind. Dauermaronen lassen sich an einem kühlen und trockenen Ort deutlich länger lagern. In einem luftigen, trockenen Keller können sich die Dauermaronen bis zu drei Monate lang lagern. Optimal halten sich die Maronen, wenn sie in einem Korb aufbewahrt werden, sodass von allen Seiten Sauerstoff an die Früchte gelangen kann.

Maronen lassen sich außerdem gut einfrieren, sodass sie so bis zu sechs Monate haltbar gemacht werden können. Dafür müssen die Kastanien eingeschnitten und blanchiert werden.

Tipp: Wurmige Kastanien lassen sich leicht aussortieren, wenn man die Ernte mit Wasser übergießt. Die schlechten Maronen schwimmen oben und können entsorgt werden.

Was sollten Sie beim Kauf beachten?

Vor allem, wenn Sie frische Maronen kaufen, sollten Sie auf Frische achten. Haben Sie bereits Maronen gekauft und sind sich nicht sicher, ob wirklich alle noch gut sind, können Sie einen einfachen Trick anwenden. Geben Sie hierfür lauwarmes Wasser in eine große Schüssel und schütten Sie die Esskastanien hinein. Schwimmen Maronen oben? Dann lassen Sie die Finger von diesen, denn sie sind schlecht. Die Kastanien, die auf dem Boden der Schüssel liegen bleiben, können sie guten Gewissens weiterverarbeiten. Natürlich können Sie einen Fehlkauf vermeiden, wenn Sie schon beim Einkauf die Augen aufhalten.

Achten Sie hierbei auf folgende Dinge:

  1. Vorsicht vor Wurmbefall: Achten Sie auf Löcher in der Schale.
  2. Nehmen Sie die Maronen in die Hand. Sehr leichte Maronen haben höchstwahrscheinlich keinen Kern mehr, da Sie schon alt sind.
  3. Die Schale der Nussfrüchte sollte gesund aussehen und glatt und glänzend sein, nicht matt.

Maronen schälen leicht gemacht

Die holzige und fasrige Schale von Marinen ist alles andere als lecker, deshalb solle sie vor dem Verzehr entfernt werden. Maronen schälen geht viel leichter als gedachte:

  1. Frische Maronen in eine verschließbare Schüssel mit Wasser geben und ca. 2 Minuten erhitzen.
  2. Zwischendurch herausnehmen und schütteln.
  3. Schale mit einem Messer abschälen.
    Die Schale erweicht sich durch den Wasserdampf, der während des Erwärmens entsteht. So lassen sich die äußere harte Schale und die feine innere Schale leicht mit einem Messer abschälen.

Passende Messer zum Maronen schälen

Unsere Tourniermesser eignen sich ideal zum Schälen von Maronen. Mit der gebogenen Klinge kann man die Schale, ähnlich beim Kartoffel schälen, leicht vom Fruchtfleisch abziehen.

Geeignete Messer:

Maronen zubereiten: So geht’s!

Von Weihnachtsmärkten kennen wir Maronen hauptsächlich in geröstetem Zustand. Hierfür wird meistens ein spezieller Röster genutzt. Trotzdem können Sie Maronen auch zu Hause ganz leicht zubereiten. Dafür benötigen Sie lediglich Ihren hauseigenen Herd.

Maronen im Backofen rösten

Das Aroma der Maroni entfaltet sich am besten durch das Rösten. Vor dem Rösten können Sie die Maronen für ungefähr 10 Minuten in einer Schüssel mit heißem Wasser einweichen lassen. So bleiben Sie beim Rösten saftig und lassen sich leichter einritzen. Zur Verkürzung der Backzeit können Sie die Maronen ca. 5 Minuten vorkochen.

Zuerst schneiden Sie die Spitze der Maronen mit einer Schere ab. Nun schneiden Sie auf der bauchigen Seite der Nussfrucht ein Kreuz in die Schale und die darunterliegende Haut. Die Maronen werden dann auf ein Backblech gelegt. Die angeschnittene Seite sollte hierbei nach oben zeigen. Bei 200 Grad Ober- und Unterhitze 20 bis 25 Minuten backen, bis die Schale am Einschnitt aufplatzt. Nach dem Schälen können Sie die Maronen gleich essen oder weiterverarbeiten.

Maronen grillen

Maronen lassen sich nicht nur im Backofen rösten, sondern auch auf dem Grill zubereiten. Dafür benötigt man lediglich eine Gusspfanne und ein scharfes Messer, um die Maronen vor dem Grillen einzuritzen. Die Maronen werden auf der flachen Seite kreuzweise eingeschnitten und mit dieser Seite nach oben in die Pfanne gelegt. Dabei müssen die Früchte nun etwa 20 Minuten garen. Die Schale lässt sich danach leicht entfernen und die Maronen können lauwarm genossen werden.

Maronen kochen

Auch zum Kochen müssen die Kastanien eingeschnitten werden. Legen Sie sie dann in einen Topf und geben Sie Salzwasser dazu, bis diese leicht bedeckt sind. Nun müssen die Maronen ca. 20 Minuten gekocht werden, bevor Sie sie schälen. Beim Schälen sollte auch die dünne Zwischenhaut über dem Fruchtfleisch entfernt werden.

Maronen braten

Um Maronen in der Pfanne zu braten, wird kein Öl benötigt. Die Maronen können einfach in die heiße Pfanne gegeben und bei niedriger Temperatur so lange geröstet werden, bis die Schale aufplatzt. Durch Schwenken der Pfanne kann ein Anbrennen verhindert werden.

Maronen roh essen

Die aromatischen Früchte müssen nicht zwangsläufig gebraten oder gekocht werden. Man kann Maronen nämlich auch roh genießen. Hierfür entfernt man lediglich die Schale mit einem scharfen Messer, sodass man an das helle Fruchtfleisch herankommt. Der Geschmack erinnert an Walnuss.

Rezepte mit Maronen

Aus Maronen werden Mehl, Creme, Püree und Suppen gemach und die nussige Esskastanie wird in Kuchen, Pesto, Brot oder glasiert gegessen. Für die meisten Rezepte können Sie auch vakuumverpackte Maronen aus dem Supermarkt benutzen. Diese sind bereits gegart und geschält und können sofort verwendet werden.

Rezept: Maronensuppe

Zutaten:

  • 300 g Maronen
  • 2 mittelgroße Kartoffeln
  • 2 Schalotten
  • 1 TL Zucker
  • 1 EL Butterschmalz
  • 100 ml Madeira Wein oder
  • 1 Schuss Portwein
  • 700 ml Brühe
  • 100 ml Schlagsahne
  • Salz
  • Pfeffer

Zubereitung:

  1. Bereiten Sie die Maronen vor, indem Sie sie kochen oder rösten. Schälen Sie die Maronen, Kartoffeln und Schalotten mit einem Schälmesser und schneiden Sie alles in kleine Würfel.
  2. Geben Sie das Butterschmalz in einen Topf und erhitzen Sie es. Geben Sie zuerst die Schalotten in den Topf und schwitzen Sie sie an. Nun braten Sie die Kartoffeln kurz an und geben dann die Maronen dazu. Sind alle Zutaten gut angebraten, bestreuen Sie sie mit Zucker und lassen das Ganze kurz anrösten.
  3. Löschen Sie die Masse mit Portwein ab. Dieser muss kurz einkochen, bevor Sie 50 ml Sahne und die Brühe unterrühren und alles aufkochen lassen. Die Zutaten müssen dann bei mittlerer Hitze zugedeckt ungefähr 30 Minuten kochen.
  4. Im letzten Schritt pürieren Sie die Masse und geben den Rest der Sahne hinzu. Bei Bedarf mit Brühe verdünnen. Vor dem Servieren mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Rezept: süße Maronencreme fürs Brot

Süße Maronencreme ist als leckerer Nachtisch auch bei uns bekannt. Als Brotaufstrich wird die süße Creme jedoch zum Highlight. Denn durch die Zugabe von Vanille und Honig zaubern Sie sich den Geschmack des Winters auf Ihr Frühstücksbrot.

Zutaten:

  • 300 g Maronen
  • 2 EL weiche Butter
  • 2 EL flüssiger milder Honig
  • 1 Packung Vanillezucker
  • 2–3 EL Sahne
  • ½ Vanilleschote
  • Salz

Zubereitung:

  1. Schneiden Sie die Schale der Maronen mit einem Tourniermesser kreuzförmig ein. Nun geben Sie die Maronen in einen Topf und füllen diesen mit Wasser, bis die Maronen bedeckt sind. Salzen Sie das Wasser und kochen Sie die Maronen darin bei mittlerer Hitze ca. 40 bis 45 min lang.
  2. Nehmen Sie die Maronen von der Herdplatte und pürieren Sie diese, während sie noch heiß sind. Lassen Sie das Maronen Püree 30 Minuten abkühlen. Schneiden Sie währenddessen die Vanilleschote auf und entfernen Sie das Vanillemark.
  3. Ist das Püree heruntergekühlt geben Sie Honig, Vanillezucker, Vanillemark, Butter und Sahne dazu und verrühren alles gut, bis eine homogene Creme entsteht.
  4. Der raffinierte Brotaufstrich ist im Kühlschrank 4 bis 5 Tage haltbar und schmeckt besonders gut auf Weißbrot.

Neben Suppe und Dessert kann man Maronen auch wunderbar mit anderem saisonalen Gemüse kombinieren. Der Kürbis hat ab August bis Anfang November Saison, ähnlich wie Maronen.

Rezept: Salbei Hokkaido Kürbis und Maronen aus dem Ofen

Zutaten:

  • 600 g Hokkaido Kürbis
  • 1 TL Koriandersaat
  • 1 TL Kreuzkümmel
  • 2 getrocknete Chili
  • 4 EL Olivenöl
  • 10-20 Blätter Salbei
  • 100 g vorgegarte Maronen
  • Pfeffer & Salz

Zubereitung:

  1. Ofen auf 180 Grad vorheizen, Kürbis waschen, halbieren und in 1 cm dicke Scheiben schneiden.
  2. Vermengen Sie alle trockene Gewürze mit 2 EL Olivenöl in einem Mörser.
  3. Bestreichen Sie die Kürbisscheiben gleichmäßig mit der Gewürzpaste und verteilen Sie den auf einem Blech. Bei 15 Minuten im Ofen garen.
  4. Vermengen Sie das restliche Olivenöl mit dem feingeschnittenen Salbei. Hacken Sie danach die Maronen zu groben Stücken.
  5. Nach 15 Minuten Backzeit, kommen die Maronen gemeinsam mit dem Salbei zum Kürbis in den Ofen. Weitere 10-15 Minuten garen und anrichten.

© karepa – Fotolia

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