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Quitten schälen: So rücken Sie der harten Schale zu Leibe

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Ende September beginnt die Quitten-Saison. Aus der Quitte lassen sich köstliches Gelee, Kompott und ausgefallene Gerichte zubereiten. Sie greifen im Herbst lieber zu Apfel oder Birne, weil Sie nicht wissen, wie Sie Quitten zubereiten sollen? Da entgeht Ihnen etwas! Deshalb zeigen wir Ihnen hier, wie Sie Quitten schälen, schneiden und verarbeiten können.

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Alles auf einem Blick:

Wissenswertes zu Quitten

Quitten sind verwandt mit Äpfeln und Birnen und sehen ihnen auch sehr ähnlich. Sie haben eine gelbe Schale, die mit einem weichen Flaum überzogen ist. Ihr Fruchtfleisch ist weißlich bis hellgelb. Quitten sind heutzutage sehr unterschätzte Früchte. Dabei waren sie zu Uromas Zeiten ein beliebtes Herbstobst. Von den 200 Quittensorten, die es auf der Welt gibt sind die meisten im rohen Zustand nicht genießbar. Sie sind sehr hart und holzig und schmecken einfach nur sauer.

Auf unseren Märkten findet man 2 Sorten von Quitten. Die Apfelquitte ist rundlich und sehr aromatisch und verleiht Gelees und Säften einen intensiveren Geschmack. Die Birnenquitte ist dagegen länglich und etwas weicher. Dadurch lässt sie sich leichter verarbeiten.

Quitten lagern

Quitten werden meist nicht in voller Reife geerntet. Deshalb können Sie die Quitten bis zu zwei Monate lagern. Der Lagerungsort muss dafür kühl, trocken und belüftet sein. Die ideale Temperatur für sie ist 2 Grad. Höhere Temperaturen lassen Sie schneller reifen und verderben. Sind die Quitten reif, sollten Sie sie im Kühlschrank lagern. Bewahren Sie die Quitten immer getrennt von anderem Obst auf.

Für den Genuss von Quitten im ganzen Jahr können Sie das Kernobst auch einfrieren. Hierfür werden die Quitten als erstes geschält. Dann entfernen Sie das Kerngehäuse. Zum Schluss blanchieren Sie die Quitten. Sind diese abgekühlt kommen sie in das Gefrierfach. Hier halten sie sich ein Jahr.

Quitten schälen: Tipps & Tricks

Da die Quitten so hart sind, lassen Sie sich schwer verarbeiten. Vor allem das Schälen und Aufschneiden kann zum Kraftakt werden. Doch muss man Quitten schälen? Das ist eigentlich nicht zwingend notwendig. Für Gelee lässt man die Schale auch häufig dran. Umso wichtiger ist dann, dass Sie die Quitten vorher gründlich abreiben. Der Flaum auf der Schale enthält nämlich Bitterstoffe, die den Geschmack verderben können. Für Gelees bleibt die Schale dran, weil Sie viel Pektin enthält, das bindend wirkt.
Falls Sie die Quitten für ein Rezept doch schälen wollen, helfen Ihnen unsere Tipps.

  • Nutzen Sie ein stabiles Schälmesser oder einen Sparschäler. An der harten Schale kann man schnell abrutschen. Also seien Sie vorsichtig.
  • Nutzen Sie ein grobes Tuch zum Abreiben der Schale. So wird der Flaum gründlich entfernt.
  • Kochen Sie die Quitte für 30 Minuten im Dampfkochtopf und lassen Sie sie einige Stunden ziehen. So werden die Quitten weicher und lassen sich gut schälen und weiterverarbeiten.

Rezepte mit Quitten

Quitten können auf verschiedene Arten zubereitet werden. Quittenmus oder -mark eignet sich hervorragend als Basis für Eis, Kompott oder Saucen. Äußerst beliebt auf dem Frühstückstisch ist Quittengelee oder -marmelade. Außerdem können Sie leckeren Kuchen backen und Quittenchutney, Quittensirup, Quittenbrot, Quittenschnaps und gebackene Quitten aus ihnen kochen. Die Frucht passt zudem sehr gut zu Wild, Geflügel, Rind, Lamm und Schwein.

Der Klassiker: Quittengelee Rezept

Zutaten:

  • 1,5 kg Quitten
  • 1 Zitrone
  • 3 Orangen
  • 300 g Gelierzucker

Zubereitung:

  1. Reiben Sie die Schale der Quitten ab. Pressen Sie den Saft aus der Zitrone und mischen Sie ihn mit 2 Liter Wasser in einer Schüssel. Schneiden Sie die Quitten auf und lösen Sie den Stiel und das Kerngehäuse heraus. Dann schneiden Sie sie in Stücke. Legen Sie die Früchte in das Wasser-Zitronensaft-Gemisch.
  2. Geben Sie nun die Quitten zusammen mit 500 ml Zitronenwasser in einen Topf. Dort muss das Ganze maximal 40 Minuten kochen. Nun seien Sie den Saft über ein Tuch über Nacht ab.
  3. Am nächsten Tag pressen Sie den Saft aus den Orangen. Mischen Sie ihn mit Gelierzucker und Quittensaft in einem Topf. Kochen Sie das Ganze auf und lassen Sie die Flüssigkeit dann für 3 Minuten kochen. Dabei ständig rühren.
  4. Nun füllen Sie das Gelee in sterile Gläser und schließen diese. Zum Abkühlen für 5 Minuten auf den Kopf stellen.

Tipp: Sie können das Kerngehäuse auch dran lassen, denn es enthält viel bindendes Pektin. Wenn Sie die Quitten etwas länger kochen, können Sie sich so den Gelierzucker sparen und auf herkömmlichen Zucker zurückgreifen.

Rezept: Hähnchenpfanne mit Quitten

Zutaten:

  • 150 g Hähnchenbrustfilet
  • 1 Quitte
  • 1 kl. Knolle frische Ingwer
  • 400 g Möhren
  • 50 g Schalloten
  • ½ Bund Petersilie
  • 200 ml Orangensaft
  • Zimtpulver
  • ½ TL Chilipulver
  • 4 TL Öl
  • Piment
  • Salz
  • Pfeffer

Zubereitung:

  1. Schälen Sie die Schalotten und den Ingwer und waschen Sie die Petersilie ab. Nun können Sie die drei Zutaten fein hacken, zum Beispiel mit einem Wiegemesser. Säubern Sie die Möhren und schälen Sie die Quitten. Schneiden Sie beides in grobe Stücke.
  2. Als nächstes waschen Sie die Hähnchenbrust und tupfen sie trocken. Dann entfernen Sie Sehnen und Fett vom Fleisch. Nun schneiden Sie das Hähnchen in Streifen. Geben Sie 2 TL Öl in eine Pfanne (am besten einen Wok). Wenn das Öl heiß ist, legen Sie die Hähnchenstreifen hinein und braten sie goldbraun an.
  3. Nehmen Sie das Hähnchen aus der Pfanne und würzen Sie es mit Salz und Pfeffer. In die Pfanne geben Sie nochmals 2 EL Öl und schwitzen die Schalotten darin glasig an. Ingwer, Möhren und Quitten dazugeben und 5 Minuten weiterbraten.
  4. Jetzt verfeinern Sie das Ganze mit Chili, Piment und Zimt und löschen es mit Orangensaft ab. Das Gemüse muss nun 15 Minuten garen. Dann erwärmen Sie das Hähnchen in der Sauce und lassen die Flüssigkeit leicht verkochen. Mit Petersilie bedecken und servieren.

© Fotolia – Ivan



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