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Mexikanische Küche: deftig und feurig

Die Mexikanische Küche vereint in sich kulinarische Einflüsse der Azteken und Mayas, Spanier, Franzosen und anderen Kulturen. Diese Mischung hat im Laufe der Zeit weit mehr Spezialitäten als nur Tacos, Enchiladas und Guacamole hervor gebracht. Die Hauptzutaten der mexikanischen Küche sind Mais, Bohnen, verschiedene regionale Gemüsesorten aber auch Chilis und Reis. Leckere Früchte wie Agave werden nicht nur als Snack oder in Desserts gegessen, sondern auch zum Süßen verwendet oder zu Schnaps gebrannt. Verfeinert werden die Gerichte mit aromatischen Gewürzen, wie Koriander und Epazote. Hier warten spannende Informationen und leckere mexikanische Rezepte auf Sie.

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Mexikanische Esskultur

Die mexikanische Küche unterscheidet sich in den vielen Regionen des Landes.  Menschen aus küstennahen Regionen verarbeiten in ihren Speisen viel Fisch und Meeresfrüchte. Im Inland wird Viehzucht betrieben. Deshalb kommt hier neben den regionalen Gemüse- und Obstsorten Rind, Schaf, Ziege, Schwein und Huhn auf den Tisch.

Die Hauptmahlzeit in Mexiko ist das Mittagessen. Während das Frühstück sehr schmal ausfällt, besteht das Mittagessen aus bis zu vier Gängen. Das Essen beginnt zum Beispiel mit einer Suppe, gefolgt von einem Reisgericht und einem Fleischgericht. Zum Schluss gibt es ein meist süßes Dessert. Zwischen Frühstück und Mittagessen verzehren die Mexikaner vor allem an Wochenenden gerne ein zweites Frühstück. Dieses kann zum Beispiel aus frittierten Tortillastreifen mit Chilisauce besten. Auch abends wird lediglich ein Imbiss gegessen. Viele der ärmeren Menschen in Mexico nehmen allerdings morgens und abends eine richtige Mahlzeit zu sich und einen Snack zum Mittag.

Mexikanische Spezialitäten

Die mexikanische Küche steckt voller Überraschungen und besticht mit einer unglaublichen Geschmacksvielfalt. Denken wir an mexikanische Gerichte, fällt uns zuerst das Chili con Carne und Nachos ein. Diese beiden Speisen sind jedoch gar nicht aus Mexiko, sondern aus Texas und Teil der beliebten Tex-Mex-Küche. Man sucht im Land des Tequila und der Sombreros also vergeblich danach.

Das Nationalgericht Mexikos ist Mole Poblano. Hierbei handelt es sich um ein Hühner- oder Truthahnfleischgericht, dass mit Mole serviert wird. Als Mole werden verschiedene Saucen aus Chilis und verschiedenen Gewürzen bezeichnet. Es gibt jedoch nicht die eine Mole. Es gibt viele unterschiedliche Saucen, die so genannt werden. Beim Mole Poblano wird der Sauce ungesüßte Schokolade hinzugefügt um dein einzigartigen Geschmack hervorzubringen.

Tortilla sind in ganz Mexiko von Nord nach Süd bekannt und werden zu fast jeder Speise dazu gereicht. Das dünne Fladenbrot wird warm gegessen und unter anderem zum Greifen der Speisen genutzt oder gefüllt.  Im Süden von Mexiko werden sie aus Maismehl hergestellt, während der Norden Tortillas aus Weizen bevorzugt. Weitere mexikanische Spezialitäten sind:

  • Tamales: gedämpftes Maisküchlein, herzhaft oder süß gefüllt
  • Enchiladas: gefüllte weiche Tortillas mit Sauce
  • Pozole: suppenähnliche Speise aus Mais und Hühner- oder Schweinefleisch
  • Guacamole: Creme aus Avocado
  • Birria: Eintopf aus Jalisco mit Ziegen- oder Rindfleisch
  • Burritos: mit Rind, Kartoffeln und Bohnen gefüllte Weizenmehltortillas
  • Elote: gekochte oder geröstete Maiskolben
  • Torta: mexikanisches Sandwich
  • Chiles en Nogada: gefüllte Paprikaschote mit einer Sahnesauce mit Wallnüssen und Granatapfelkernen

Typisch mexikanische Getränke

Das wohl bekannteste mexikanische Getränk ist Tequila. Diesen Schnaps gewinnt man aus  dem Herzen der blauen Agave. Mezcal hat einen Alkoholgehalt von 40 % und hat je nach Agavenart, Brauregion, Zubereitung und Lagerung einen etwas anderen Geschmack. Pulque ist das mexikanische Nationalgetränk und besteht ebenfalls aus dem fermentierten Saft der Agave. Es wird schon seit Jahrhunderten in Mexiko getrunken und hatte früher eine große Bedeutung bei Ritualen. Das Getränk ist in anderen Ländern kaum bekannt. Es wird nämlich schnell schlecht und ist damit nicht zum Transport geeignet. Heutzutage wird es hauptsächlich in ländlichen Regionen verzehrt.

So genannte Agua fresca sind limonadenähnliche alkoholfreie Getränke, die besonders erfrischend sind. Hierbei wird Wasser mit etwas Fruchtpüree gemischt und dann getrunken. Die Rezeptur richtet sich je nach Region und Familie bzw. geschmackliche Vorlieben.

Rezepte – Mexikanische Küche zum Selbstkochen

Sie haben Lust auf was Mexikanisches aus der heimischen Küche? Kein Problem! Viele der für Mexiko üblichen Zutaten finden Sie auch im heimischen Supermarkt. Für alles andere empfiehlt es sich, spezielle Märkte oder Läden aufzusuchen, die lateinamerikanische Lebensmittel vertreiben. Unverzichtbar für einen mexikanischen Abend: Chili. Diese gibt es in verschiedenen Schärfegraden. Saucen für Tacos, Tortillas, Enchiladas und Co. bestehen auch häufig aus milden Chilis.

Rezept: Avocadosuppe (Sopa de Aguacate)

Diese kalte Suppe ist die perfekte Vorspeise für einen Mexikanischen Abend. Sättigend aber leicht bekömmlich und mit wenigen Kalorien:  die reichhaltige Avocado macht die Suppe zum perfekten abendlichen Snack.

Zutaten für 4 Personen:

  • 3 reife Avocados
  • 220 ml Schlagsahne
  • 350 ml Hühnerbrühe
  • 1 TL Limettensaft
  • ¼ TL Cayennepfeffer
  • Salz

Zubereitung:

  1. Entfernen Sie die Schale der Avocado. Schneiden Sie die Limone in der Hälfte durch und pressen Sie den Saft  mit einer Zitruspresse aus. Geben Sie die Avocados, Sahne, Limettensaft und die Hühnerbrühe (wahlweise auch Gemüsebrühe) in einen Mixer und pürieren sie das Ganze.
  2. Schmecken Sie nun mit Salz und Cayennepfeffer ab.
  3. Servieren Sie die Suppe nach 2 bis 3 Stunden im Kühlschrank. Sie können die Suppe mit Schnittlauch und Basilikum garnieren.

Rezept: Mexikanische Bohneneintopf mit Schweinefleisch (Frijol con Puerco )

Die verschiedensten Bohnen sind seit jeher ein Fester Bestandteil der mexikanischen Küche. Besonders in Eintöpfen finden die Bohnen häufig Verwendung. Diese werden mit Koriander und Epazote verfeinert und erhalten so einen sehr spezielles Aroma. Epazote schmeckt leicht nach Zitrone und kann ganz einfach durch Zitronenmelisse ersetzt werden. Bei uns ist das Kraut eher weniger verbreitet und auch unter dem namen Mexikanischer Drüsengänsefuß bekannt. Mit dem leicht seifigen Geschmack des Korianders sollten Sie vorsichtig sein. Schnell dominiert er das Gericht.

Zutaten:

  • 1 kg schwarze Bohnen
  • 1 kg Schweinelende
  • 500 g Schweinerippchen
  • 1 Gemüsezwiebel
  • 1 kg geschälte Tomaten
  • Chilis
  • 1 EL Schweineschmalz
  • 3 Zitronen
  • 1 Bund Koriander
  • Salz
  • Pfeffer

Zubereitung:

  1. Zuerst waschen Sie die Bohnen gründlich in einem Sieb unter fließendem Wasser. Dann hacken Sie den Koriander klein und würzen das Fleisch mit Salz und Pfeffer.
  2. Bringen Sie in einem Topf 2 bis 3 Liter Wasser zum Kochen und geben Sie die Bohnen, das Fleisch und den Koriander hinein. Der Eintopf muss nun 1 Stunde lang kochen.
  3. Die Zwiebeln schälen Sie mit einem Schälmesser und schneiden sie anschließend in Würfel. Nun geben Sie einen EL Schmalz in eine Pfanne und braten die Zwiebeln darin braun an. Schneiden Sie die Tomaten in Stücke. Die Zwiebel wird nun gemeinsam mit den Tomaten in den Topf gegeben. Nun muss der Bohneneintopf solange kochen, bis das Ganze angedickt ist.
  4. Vor dem Servieren würzen Sie den Eintopf mit Salz, Pfeffer und Chili. Die Schärfe ist hierbei Ihrem Geschmack überlassen.
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