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Kochen mit Zimt – süß und herzhaft

Auf Zimt kann man in der heimischen Weihnachtsbäckerei nicht verzichten. Doch das Gewürz verfeinert nicht nur Kekse und Kuchen zur Weihnachtszeit, mit Zimt kochen kann man das ganze Jahr über. Das erdige Aroma der Rinde des Zimtbaumes verleiht herzhaften Gerichten eine festliche Note. Gemüsesuppen, Hackfleisch und Geflügelbraten werden durch Zimt zu außergewöhnlichen Gaumenfreuden. Der Zimt vereint in seinem Geschmack sowohl süße als auch leicht scharfe Aromen – das macht Zimt zu einem Gewürz mit Überraschungseffekt. Weichen Sie ab von den herkömmlichen Kombinationen von Zimt und Zucker oder Apfel und entdecken Sie mit uns abwechslungsreiche Gerichte mit Zimt.

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Wissenswertes über Zimt

Das Gewürz Zimt wird aus der inneren Rinde der Zimtbäume hergestellt. Diese wird getrocknet und zu Pulver gemahlen oder in Schichten zu Zimtstangen gerollt. Zimt kam am Ende des 15. Jahrhunderts von Sri Lanka zu uns nach Europa und war damals ein Luxusartikel. Nur die reichsten Europäer konnten es sich leisten und damit Ihre Speisen würzen. In China soll das begehrte Gewürz schon 3000 v. Christus genutzt worden sein. Heute nutzen wir den Zimt aber  nicht nur zum Backen und Kochen, das aus Zweigen und Blättern gewonnene Zimtöl wird auch in Likören und Kosmetikprodukten und hochkonzentriert als Insektizid verwendet.

Ist Zimt gesund?

Schon in der Antike wurden dem Gewürz Zimt heilende Eigenschaften zugeschrieben. Es wurde zum Beispiel gegen Husten und Schnupfen verwendet. Außerdem wirken die ätherischen Öle im Zimt antibakteriell. So helfen Nahrungsergänzungsmittel mit Zimt gegen Probleme im Magen-Darm-Trakt. In Kombination mit Sport und einer gesunden Ernährung soll Zimt sogar den Abbau von Fett im Körper fördern und so beim Abnehmen helfen. Neue Studien befassen sich mit Zimt als Mittel zur Senkung des Blutzuckerspiegels. Die Studien könnten vor allem für Diabetiker neue Erkenntnisse bringen. Weitere Untersuchungen beschäftigen sich mit dem Zusammenhang von Zimt und dem Absterben von Krebszellen. In geringen Maß ist Zimt also sehr förderlich für die Gesundheit.

Vorsicht: Zimt in Maßen genießen

Hierzu müssen Sie wissen, dass es mehrere Arten von Zimt gibt. Der Urzimt ist der Ceylon-Zimt aus Sri Lanka (früher Ceylon), dem man eine sehr hohe Qualität zuspricht. Kassia-Zimt stammt zu großen Teilen aus China und ist günstiger als Ceylon-Zimt. Beide Zimtsorten enthalten den Stoff Cumarin, der in hohen Dosen die Gesundheit schädigt. Der Anteil an Cumarin in Kassia-Zimt ist wesentlich höher als im Ceylon-Zimt. Nimmt man zu viel von dem Stoff ein, führt das zu Kopfschmerzen. Durch Versuche mit Ratten fanden Forscher außerdem raus, dass eine Überdosis an Cumarin bei diesen zu Leberschäden führen kann. Im alltäglichen Gebrauch ist es jedoch unwahrscheinlich, eine überdurchschnittliche Menge des Stoffes durch Zimt zu sich zu nehmen. Trotzdem sollten Sie lieber zum hochwertigeren Ceylon-Zimt greifen. Kleinkinder sollten zudem nur sehr kleine Mengen an Zimt zu sich nehmen.

Kochen mit Zimt

Ihr Zimtpulver und Ihre Zimtstangen müssen nicht bis Weihnachten im Schrank versauern. Das Aroma lässt sich auch in herzhaften Speisen mit Muskat, Vanille, Kardamom oder Ingwer verbinden. Mit Kräutern wie Petersilie und Basilikum lässt es sich dagegen eher schlecht kombinieren. Seien Sie ruhig mutig! Geben Sie doch beim nächsten Mal, wenn Sie eine Suppe kochen oder Hähnchenkeulen für die ganze Familie zubereiten etwas Zimt mit an das Gericht.

Zimt passt besonders zu:

  • Rotkohl
  • Senfgurken
  • Kürbis
  • Currygerichten
  • Chutney
  • Geflügel
  • Lamm und Rind
  • Fruchtkompott
  • Obstsalat
  • uvm.

Tipps zum Kochen mit Zimt

Hier finden Sie nützliche Tipps zum Kochen mit Zimt:

  • Geben Sie das Zimtpulver erst zum Schluss zum Gericht hinzu. Wird Zimt zu lange gekocht, wird er bitter.
  • Zimtstangen dürfen etwas länger mitgekocht werden und müssen dann entfernt werden. Aber Achtung! Stangenzimt ist geschmacksintensiver als Zimt in Pulverform.
  • Um das Aroma lange zu erhalten, sollten Sie Zimtstangen dunkel und trocken lagern.
  • Zimtpulver in einem lichtundurchlässigen Gefäß aufbewahren.

Zimt Rezepte

Wichtig ist, dass Sie beim Kochen mit Zimt nicht zu viel von dem Gewürz verwenden. Es kann sonst schnell passieren, dass das Zimtaroma alle anderen Aromen überdeckt. Hackfleisch, Suppen und Co. schmecken am besten, wenn man den Zimt nur leicht herausschmeckt.

Rezept: Chili mit Zimt

Zimt ist das nicht mehr ganz so geheime Geheimgewürz an jedem guten Chili. Seine milde Schärfe ergänzt sich mit der Schärfe des Chilis. Passend zum Zimt schwören viele Hobbyköche und Profis auf Zartbitterschokolade als weitere Zutat. Diese wird beim Kochen dazugegeben und peppt das Chili con Carne auf. Wollen Sie es ein wenig feuriger, geben Sie noch frische Chilischoten an das Gericht.

Zutaten:

  • 500 g Hackfleisch
  • 2 Dosen Kidneybohnen
  • 2 Dosen Tomatenstücken
  • 200g Saure Sahne
  • 1 Zwiebel
  • 1 EL Tomatenmark
  • Öl
  • 6 Korianderstiele
  • Salz
  • Pfeffer
  • Zucker
  • Zimt
  • Chillipulver

Zubereitung:

  1. Geben Sie die Kidneybohnen in ein Sieb und spülen Sie diese nach, bevor Sie sie abtropfen lassen. Mit einem Schälmesser die Haut der Zwiebel entfernen und die Zwiebel danach in Würfel schneiden. Den Koriander vorbereiten (waschen, trocknen, zupfen) und beiseite stellen.
  2. Braten Sie das Hackfleisch in einem Topf mit 2 Esslöffeln Öl an, bis es krümelig ist. Dann geben Sie die Zwiebelwürfel mit in die Pfanne und nach einigen Minuten auch das Tomatenmark. Haben Sie das Hackfleisch mit allen Zutaten eine Weile angeschwitzt, geht es nun ans würzen mit Salz, Pfeffer, einer Prise Zucker und einem Teelöffel Zimt und Chili.
  3. Zum Ablöschen kippen Sie die Tomatenstückchen aus der Dose über das Hackfleisch. Nach dem Aufkochen geben Sie die Bohnen hinzu und lassen das Chili ca. 5 Minuten kochen. Bei Bedarf nachwürzen.
  4. Zum Schluss mischen Sie die Korianderblätter und Saure Sahne unter das Chili con Carne. Nun können Sie das Chili als Eintopf oder zusammen mit Reis servieren.

Rezept: Zimtrisotto

Zum Zimtrisotto passen zum Beispiel ein paar kross gebackene Hühnerschenkel.

Zutaten für 4 Personen:

  • 300 g Risottoreis
  • 2 Zwiebeln
  • 200 ml Weißwein
  • Parmesan
  • 500 ml Gemüsebrühe
  • Salz
  • Muskat
  • 1 Stange Zimt

Zubereitung:

  1. Schälen und schneiden Sie die Zwiebeln und braten Sie sie in einem Topf in Öl an. Geben Sie den Reis dazu und löschen Sie das Ganze mit Weißwein und etwas Brühe ab. Der Reis sollte etwas mehr als nur mit Flüssigkeit bedeckt sein.
  2. Den Risottoreis bei mittlerer Hitze kochen lassen und immer wieder Gemüsebrühe dazu geben. Nach einer Weile geben Sie die Zimtstange dazu und kochen diese mit.
  3. Ist der Reis fast fertig, geben Sie den Rest vom Wein sowie Salz, Muskat und den Parmesan dazu. Das Risotto sollte zum Schluss eine leicht cremige Konsistenz haben.
© Jiri Hera – Fotolia
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