pastinaken-zubereiten

Pastinaken lassen sich auf viele verschiedene Arten zubereiten und sind die Geheimzutat für Suppen, Salate und Aufläufe. Das Wurzelgemüse feiert hierzulande seit einigen Jahren ein glorreiches Comeback. Die bis zum 18. Jahrhundert als Hauptnahrungsmittel verbreitete Pastinake hatte nach dem Einzug der Kartoffel in die deutschen Küchen ihren Platz auf unserem Speiseplan verloren. Ihre neu gewonnene Beliebtheit verdankt die Pastinake ihrer Vielseitigkeit. Ob im Ofen, aus der Pfanne oder sogar in Kuchen, das bescheidene Wurzelgemüse verleiht jedem Gericht mit seinem leicht süßlichen und nussigen Geschmack das besondere Etwas und ist dabei noch voller Vitamin B, C und Kalzium.

Alles über Pastinaken auf einem Blick:

Pastinaken schälen

Wenn andere Gemüsesorten Ihre Winterruhe antreten und im Supermarkt nur noch als Lagerware erhältlich sind, haben Pastinaken ihren großen Auftritt. Die Saison der cremig-weißen möhrenförmigen Wurzel beginnt im September und zieht sich den ganzen Winter durch. Die Schale der Pastinaken ähnelt der der Möhren. Besonders bei jungen und kleinen Pastinaken ist es nicht notwendig die Haut zu entfernen. Unter ihr befinden sich die meisten Nährstoffe und Vitamine und es wäre schade, wenn diese verloren gingen. Doch je größer und dicker das Wurzelgemüse ist, umso dicker und fester ist auch ihre Schale. Hier empfiehlt es sich dann eher, sie zu entfernen. Aber letztendlich liegt es ganz bei Ihnen, je nach Geschmack und Empfinden.

Sollten Sie die Pastinaken schälen, achten Sie darauf, nur eine sehr dünne Schicht herunterzuschneiden. Die Hautstreifen können zudem auch zu Pastinakenchips oder zusammen mit Möhren und Co. in einer Gemüsebrühe weiterverarbeitet werden. So wird nichts verschwendet. Haben Sie nicht vor, die Wurzel zu schälen, dann reinigen Sie die Oberfläche am besten mit einer Gemüsebürste.

Pastinaken schneiden

Je nachdem wie Sie die Pastinaken weiter verarbeiten wollen, unterscheidet sich auch die Art des Schneidens. Schneiden Sie die Pastinaken in Stifte, um aus ihnen leckeres Ofengemüse zu machen. Hierfür lassen sich die Wurzeln hervorragend mit Kartoffeln, Möhren und roter Beete kombinieren.

So geht's:

  1. Pastinaken in der Länge halbieren und mit der flachen Seite auf das Brett legen.
  2. Nun die Pastinakenhälften jeweils in dicke Stifte schneiden. Die Stifte anschließend nochmal quer halbieren.

In Würfel geschnittene Pastinaken sind besonders gut für Gemüsepfannen, Suppen oder Püree geeignet. Um Sie roh in Salaten zu essen, werden die Pastinaken entweder geraspelt oder in dünne Scheibchen geschnitten. Aber auch als Gemüsenudel ist die Pastinake ein Hit. Schneiden Sie sie dafür mit einem Spiralschneider oder einem Sparschäler in dünne Streifen und essen Sie die Pastinakennudeln wie Pasta zum Beispiel  zusammen mit Pesto.

Pastinaken zubereiten

Bei der Zubereitung der Pastinaken gibt es wie beim Schneiden verschiedene Möglichkeiten, die sich nach der Art der Speise richten. Was soll es sein? Kartoffel-Pastinaken-Auflauf oder doch lieber Pastinakencremesuppe?

Pastinaken kochen

Gekochte Pastinaken sind eine gute Grundlage für Suppen oder herzhaftes Püree. Hierfür werden die Pastinaken in Würfel, Stifte oder Scheiben geschnitten und bei mittlerer Hitze 15 bis 20 Minuten in gesalzenem Wasser gekocht. Am besten schrecken Sie diese nach dem Kochen mit kaltem Wasser ab, bevor Sie sie weiterverwenden.

Pastinaken braten oder backen

Gebratene Pastinakenwürfel in Kombination mit Butter und Thymian, Salbei oder Petersilie sind eine leckere und sättigende Beilage. Hierfür können Sie die Pastinaken in Würfel oder dünne Scheiben schneiden. Zusammen mit etwas Puderzucker und Gemüsebrühe lassen sich die Scheiben oder Würfel auch marinieren.

Für Pastinaken aus dem Ofen werden diese vor dem Backen mit Öl bestrichen und mit Salz, Pfeffer und Kräutern gewürzt. Bei ca. 230 Grad kommen sie dann für 40 Minuten in den Ofen. Besitzt Ihr Backofen eine Grillfunktion empfiehlt es sich diese für die letzten 10 Minuten einzuschalten. So werden Ihre Pastinakenpommes schön knusprig. Für gesunde Gemüsechips schneiden Sie das Wurzelgemüse mit einem Schäler in dünne breite Streifen und backen diese im Ofen, bis sie knusprig sind.

Pastinaken Rezepte: gesund und abwechslungsreich

Pastinaken werden nach dem Schälen sehr schnell braun. Um das zu vermeiden, legen Sie das Gemüse entweder in eine Schüssel mit kaltem Wasser oder beträufeln es mit Zitronensaft. So können Sie die Pastinaken beruhigt zur Seite stellen und mit Ihren Kochvorbereitungen fortfahren.

Rezept: Marinierte Pastinaken

Marinierte Pastinaken sind die perfekte Beilage zu Hühnchen, Rind und Schwein. Wie Pastinakenpüree passen sie jedoch auch hervorragend zu Fisch. Ihr süßlicher Eigengeschmack wird durch das leichte Karamellisieren unterstützt und bildet zusammen mit mildem Pengasius oder würzigem Wildlachs ein rundes Aromakonzept.

Zutaten für 4 Personen:

  • 4 Pastinaken
  • 1 EL Puderzucker
  • 80 ml Gemüsebrühe
  • 2 Knoblauchzehen
  • 1 Bio-Zitrone
  • 1 TL Öl
  • Petersilie
  • Salz
  • Pfeffer

Zubereitung:

  1. Schälen Sie die Pastinaken mit einem Schälmesser, entfernen Sie das dicke Ende und schneiden Sie die Pastinaken in Scheiben. Nun entfernen Sie einen Streifen der Zitronenschale und legen diesen beiseite. Damit die Pastinaken nicht braun werden, beträufeln Sie sie mit etwas Zitronensaft.
  2. Geben Sie den Puderzucker in einen breiten Topf. Um Klumpen zu vermeiden, sieben sie den Zucker am besten hinein. Nun lassen Sie den Puderzucker bei mittlerer Hitze schmelzen, bis er klar ist. Anschließend kippen Sie die Pastinakenscheiben in den Topf und schwitzen das Ganze für ca. 5 Minuten an.
  3. Schälen und halbieren Sie die zwei Knoblauchzehen und waschen und hacken Sie die Petersilie. Bevor Sie die Gemüsebrühe dazugeben, werden die glasierten Pastinaken mit Salz und Pfeffer gewürzt. Geben Sie den Knoblauch und das Stück Zitronenschale  in den Topf und lassen Sie das Ganze 8 Minuten gar ziehen.
  4. Nehmen Sie den Topf vom Herd und entfernen Sie die Knoblauchzehen und die Zitronenschale. Vor dem Servieren mit Petersilie bestreuen.

Rezept: Gnocchi aus Pastinaken in Petersilienbutter

Zutaten:

  • 750 g mehlig kochende Kartoffeln
  • 250 g Pastinaken
  • 120 g Speisestärke
  • 3 Eigelb
  • Mehl
  • Salz
  • Pfeffer
  • Muskat
  • Butter

Zubereitung:

  1. Schälen und waschen Sie die Kartoffeln und Pastinaken, bevor Sie das alles mit einem Gemüsemesser in grobe Würfel schneiden. Geben Sie die Kartoffeln in gesalzenes Wasser und lassen Sie sie 20 Minuten Kochen. Nach ca. 10 Minuten geben Sie die Pastinaken dazu und kochen diese mit.
  2. Gießen Sie das Wasser ab und drücken Sie Kartoffeln und Pastinaken durch eine Kartoffelpresse oder stampfen Sie das Gemüse mit einem Kartoffelstampfer. Nachdem Sie das Püree etwas abkühlen lassen haben, geben Sie Stärke, Eigelb, etwas Salz und Muskat  dazu und kneten einen homogenen Teig aus der Masse. Ist der Teig noch zu weich, geben Sie etwas mehr Stärke dazu.
  3. Der fertige Teig muss nun auf einer leicht bemehlten Arbeitsfläche zu ca. 3 cm dicke Rollen geformt werden. Schneiden Sie die Teigrollen in 2 cm dicke Stücke und drücken Sie diese mit einer Gabel mit etwas Mehl dran platt.
  4. Nun werden die Gnocchi in einem Topf mit Salzwasser bei schwacher Hitze 4 bis 6 Minuten gegart. Nach dem Garen die Gnocchi aus dem Topf nehmen und in einem Sieb abtropfen lassen.
  5. Für die Petersilienbutter waschen Sie die Petersilie, tupfen diese trocken und hacken sie mit einem Wiegemesser klein. Geben Sie 3 bis 4 Esslöffel Butter in eine Pfanne und braten Sie die Gnocchi darin kurz an. Nun geben Sie die Petersilie dazu. Das Ganze kurz ziehen lassen und mit Salz und Pfeffer abschmecken.
© eliasbilly – olhaafanasieva