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Waldmeister Rezepte für den Mai

Erinnert sie der Geschmack von Waldmeister nicht auch sofort an Ihre Kindheit? Leuchtend grüne Waldmeisterbrause oder Götterspeise waren in Sekundenschnelle verspeist. Fertig gekaufte Waldmeister-Desserts finden die meisten, die dem Kindesalter entwachsen sind, aber viel zu süß. Gott sei Dank steht der Wonnemonat Mai vor der Tür und somit auch die Saison für frischen Waldmeister. Wir zeigen Ihnen, wie sie diesen verarbeiten.

waldmeister

Waldmeister – das Kraut mit dem unverwechselbaren Geschmack

Nicht nur die grüne Farbe ist typisch für Waldmeister, er hat auch einen einzigartigen Duft und Geschmack. Verantwortlich dafür ist der Inhaltsstoff Cumarin, der beispielweise auch in Zimt enthalten ist. Dieses ist allerdings mit Vorsicht zu genießen, denn in zu hohen Dosen, kann es Kopfschmerzen oder Schwindel hervorrufen. Da Waldmeister aber sehr intensiv im Geschmack ist, braucht man sowieso keine großen Mengen davon. In geringen Mengen hat Waldmeister durchaus auch gesundheitsfördernde Eigenschaften und wird sogar als Heilpflanze verwendet. Er wirkt entzündungshemmend, krampflösend und beruhigend.

Cumarin ist auch der Grund dafür, dass Waldmeister vor dem Blühen geerntet werden sollte, denn dann ist der Cumarin-Gehalt noch gering und der Genuss unbedenklich. Wann er blüht, hängt natürlich vom Wetter ab, aber allgemein kann man sagen, dass April bis Mai die richtige Zeit ist, um frischen Waldmeister zu pflücken.

Wie der Name schon sagt, lässt sich wilder Waldmeister im Wald finden, genauer gesagt im Laubwald. Das Kraut wächst nah am Boden und erreicht maximal eine Höhe von 50 cm. Im eigenen Garten kann man Waldmeister ebenfalls anpflanzen, dann am besten an einem schattigen Plätzchen. Wer nicht selbst ernten gehen möchte, kann Waldmeister um diese Jahreszeit auch auf dem Wochenmarkt oder sogar in gut sortierten Supermärkten finden.

Frischen Waldmeister zubereiten: Wissenswertes und Waldmeister Rezepte

Viele Kräuter büßen an Aroma ein, wenn sie getrocknet werden, beim Waldmeister ist es aber gerade anders herum. Der sollte nach dem Pflücken etwas welken, um seinen vollen Geschmack zu entfalten. Ihn einen Tag lang antrocknen zu lassen, reicht vollkommen aus. Vorher sollte er natürlich abgewaschen werden. Soll das Kraut nicht sofort verarbeitet werden, kann es auch direkt nach dem Abspülen eingefroren werden. Verwendet werden sollten nur die Blättchen, nicht die Stängel der Pflanze, denn in den Stängeln ist der Cumarin-Gehalt sehr hoch.

Genug Theorie, jetzt wird es Zeit für Waldmeister Rezepte, die nach schönem Wetter schmecken.

Maibowle

Mit einer frischen Waldmeisterbowle lässt sich die warme Jahreszeit besonders gut begrüßen und es gehört gar nicht viel dazu. Die Menge hängt davon ab, wie viele Gäste sie bewirten möchten. Dabei sollten Weißwein und Sekt im Verhältnis 1:1 stehen und pro 1 Liter Flüssigkeit sollten maximal 3g Waldmeister verwendet werden.

Zutaten:

  • trockener Weißwein
  • frischer Waldmeister (leicht welk)
  • 2 Esslöffel Zucker
  • trockener Sekt

Zubereitung:

  1. Gießen Sie den gekühlten Weißwein in Ihr Bowlegefäß. Binden Sie den angetrockneten Waldmeister zu einem Sträußchen zusammen und hängen sie dieses kopfüber in den Weißwein. Am besten befestigen Sie das Sträußchen dafür an einem Kochlöffel, den sie quer über das Gefäß legen. Die abgeschnittenen Enden der Stängel dürfen nicht in Berührung mit dem Wein kommen. Lassen sie den Waldmeister etwa 20 Minuten ziehen und nehmen sie ihn dann heraus.
  2. Lösen Sie den Zucker in etwas heißem Wasser auf und vermischen Sie ihn mit dem Wein.
  3. Geben Sie zum Schluss noch den Sekt hinzu, am besten auch gleich gekühlt, denn so können Sie ihre Maibowle sofort genießen.

Waldmeistersirup

Viele Rezepte mit Waldmeister verlangen gar nicht nach frischem, sondern greifen direkt auf Sirup zurück. Waldmeistersirup ist aber auch als Basis für Getränke nutzbar. Man kann ihn einfach mit Mineralwasser aufgießen oder auch für Cocktails verwenden. Hat man aber frischen Waldmeister zur Hand oder möchte nicht auf gekauften Sirup zurückgreifen, kann man ihn selber machen.

Tipp: Von selbst wird der Sirup nicht so grün, wie man ihn aus dem Laden kennt. Wer Kinder hat, oder einfach der Meinung ist, Waldmeistersirup sollte grün sein, kann noch 2 Tropfen grüne Lebensmittelfarbe hinzufügen.

Zutaten:

  • 1 Liter Wasser
  • 650 g Zucker
  • 2 Bio-Zitronen
  • 1 Bund Waldmeister (ca. 15 g) – leicht welk

Zubereitung:

  1. Kochen Sie Wasser und Zucker so, bis die Lösung klar ist. Lassen Sie sie dann abkühlen.
  2. Bürsten Sie die Zitronen in heißem Wasser ab, schneiden Sie sie in Scheiben und vermengen Sie sie mit dem Waldmeister und dem Sirup. Lassen Sie alle zugedeckt 5 Tage kühl stehen, gießen Sie den fertigen Sirup durch ein Sieb und füllen Sie ihn in Flaschen.
  3. Lagern Sie den Sirup kühl.

Waldmeisterparfait

Wer grüner Götterspeise nichts mehr abgewinnen kann, lässt sich vielleicht von selbstgemachtem Waldmeisterparfait überzeugen und Gäste sind ganz bestimmt beeindruckt.

Zutaten:

  • 1 Esslöffel Öl
  • 250 ml Schlagsahne
  • 3 Stiele frischer Waldmeister (leicht welk)
  • 50 g Mandelblättchen
  • 30 g Zucker
  • 4 Esslöffel Waldmeistersirup
  • 2 Eigelb

Zubereitung:

  1. Streichen Sie eine Kastenform (700 ml Inhalt) mit Öl aus und legen Sie sie mit Frischhaltefolie glatt aus. Stellen Sie sie ins Gefrierfach. Erhitzen Sie die Schlagsahne mit dem frischen Waldmeister leicht, bringen Sie sie aber nicht zum Kochen. Nehmen Sie den Topf vom Herd und lassen Sie die Mischung 20 Minuten ziehen. Gießen Sie sie dann durch ein Sieb in eine Schüssel und stellen Sie diese 20 Minuten kalt.
  2. Rösten Sie die Mandelblättchen in einer Pfanne ohne Fett hellbraun an und lassen Sie sie dann auf einem Teller abkühlen.
  3. Bringen Sie Zucker und Waldmeistersirup mit 1 EL Wasser in einem Topf zum Kochen und lassen Sie alles 3 Minuten kochen. Nehmen Sie die Mischung vom Herd und lassen Sie sie einige Minuten abkühlen.
  4. Schlagen Sie das Eigelb mit den Quirlen des Handrührers schaumig, geben Sie es nach und nach zu dem warmen Sirup hinzu und schlagen Sie die Mischung bei höchster Stufe für 5 Minuten.
  5. Schlagen Sie die kalte Schlagsahne in einer zweiten Schüssel steif und heben Sie sie unter die Eiermasse. Verrühren Sie die gerösteten Mandeln darin und füllen Sie die Masse in die gekühlte Kastenform.
  6. Lassen Sie das Parfait 3 Stunden gefrieren. Zum Servieren stürzen Sie das Parfait, ziehen die Frischhaltefolie ab und schneiden es in Scheiben. Dazu verwenden Sie am besten ein großes Kochmesser, das sie vorher unter heißem Wasser erwärmt haben. So gleitet das Messer einfach durch das Parfait und es verliert beim Schneiden nicht seine Form.
  7. Dazu passen Erdbeeren und Himbeeren, entweder frisch oder als Sirup.
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