Shop für Kochmeser / Küchenmesser

Windmühlenmesser im Messerspezialist Shop

WindmühlenmesserSeit knapp 150 Jahren werden bei im Familienbetrieb Robert Herder Küchenmesser nach traditioneller Solinger Schule hergestellt. Viele kennen die Windmühle als Markenzeichen auf ihren Kneipchen – den typischen kleinen Schälmessern in Vogelschnabelform. Das Unternehmen hat im Laufe seiner Geschichte gute und schlechte Phasen erlebt. Mit ihren Produkten, die in ihrer Ursprünglichkeit kompromisslos der Tradition folgen, war es in Zeiten uniformer und billiger Massenware schwierig für Windmühlenmesser, am Markt zu bestehen.

Erst mit der Rückbesinnung vieler Käufer auf Qualität und Authentizität ging es auch bei der Windmühle wieder bergauf. Heute ist man in vielen Bereichen Hüter alten Wissens. Herder bewahrte das Handwerkswissen und gab es zu jeder Zeit an eine neue Generation von Messermachern weiter. Techniken wie das Blaupließten oder der Solinger Dünnschliff wären ansonsten vielleicht in Vergessenheit geraten. Das Festhalten an alten Werten beschert der Robert Herder Messermanufaktur heute eine Nachfrage, die das Angebot bei Weitem übersteigt. Achten Sie deshalb bitte auf den Lieferstatus der Windmühlenmesser. Bei ausverkauften Produkten kann die Lieferzeit zum Teil mehrere Monate betragen. mehr anzeigen

Was macht Messer von der Windmühle so besonders?

Die Windmühlenmesser unterscheiden sich sehr deutlich von der klassischen Industrieware. Bei Herder kommen zu den klassischen Herstellungsmethoden auch traditionelle Materialen.  Es werden sehr gute Stähle verwendet. Besonders stechen dabei die nicht rostfreien Carbonstähle heraus. Dieses Klingenmaterial war fast in Vergessenheit geraten, weil der Pflegeaufwand doch etwas größer ist. Wegen der sehr guten Schärf-und Schneideigenschaften (die kaum von einem rostfreien Stahl übertroffen werden können) erlebt der Carbonstahl aber momentan eine Renaissance.

Bei den Griffen werden überwiegend heimische Vollhölzer eingesetzt. Diese werden nur poliert und mit Bienenwachs überzogen. Natürlicher und schadstofffreier geht es nicht. Zudem haben solche Hölzer eine sehr angenehme Haptik. Kleinere Spalten muss man jedoch in Kauf nehmen. Auf die speziellen Herstellungsverfahren wird am Ende des Beitrages noch einmal eingegangen. Genannt seien schon mal der Solinger Dünnschliff, das Pließten und das Härten in der Quette. Diese Techniken machen aus einem Stück Stahl eine sehr feine Klinge, mit der es großen Spaß macht zu arbeiten.


Windmühlen Messerserien im Messerspezialist Shop

Windmühlenmesser (Kirschbaum/Pflaume-Serie)

Windmühlen Kirschbaumserie

Diese preiswerten  Messer sind die Klassiker der Windmühlenmanufaktur. Es handelt sich um im Aufbau sehr einfache aber enorm scharfe Schneidwerkzeuge. Die Klingen werden ausgestanzt und werden dann sehr fein und über die gesamte Klingenbreite ausgeschliffen. Das Härten in der Quette verleiht die nötige Standfestigkeit. Die Griffe bestehen aus Kirsch – oder Pflaumenholz. Das bekannteste Messer ist das Kneipchen. Es ist nahezu unverzichtbar und sollte in keiner Küche fehlen.

Windmühlen K-Serie

Windmühlen K-Serie

Im Gegensatz zu den recht einfach gestalteten Messern der Funktionsserien von Herder, sind Windmühlenmesser der K-Serie hochwertiger und edler gestaltet. Es gibt sie mit zwei verschiedenen Stählen – dem nicht rostfreien Carbonstahl (sehr hart, sehr standfest und leicht zu schärfen) und einem rostfreien Stahl, der es ebenfalls auf eine Härte von 60 HRC bringt. Die Klingen sind etwas dicker und damit auch stabiler. Die Griffe aus einheimischen Edelhölzern wie Pflaume oder Walnuss werden vierfach mit dem durchgehenden Erl vernietet. Die Messerformen sind sehr ausgefallen und vielfältig. Hier sollte jeder sein Lieblingsmesser in einer genau passenden Form und Größe finden.

Windmühle Serie 1922

Windmühle Serie 1922

Die Messer der Windmühlen 1922 Serie haben keine gestanzten, sondern schwere geschmiedete Klingen. Beim Schmieden dieser Windmühlenmesser wird der Klingenstahl komprimiert und verfestigt. Zudem wird der typische Handschutz mit herausgeschmiedet. Auch diese Klingen werden im Solinger Dünnschliffverfahren veredelt. Da ausschließlich nicht rostfreier Carbonstahl zu Einsatz kommt, glättet man die Oberfläche der Klinge durch eine sehr feine Politur (Blaupließten). Diese feine Oberfläche ist in der Lage die Korrosion deutlich zu hemmen. Die Griffschalen aus Pflaumen- oder Walnussholz werden auf dem durchgehenden Erl dreifach vernietet. Die 1922 Serie von Herder ist der Inbegriff eines klassischen deutschen Küchenmessers.

 

Flachschmieder

Flachschmieder

Ein ganz besonderes Stück Handwerkskunst ist der Flachschmieder – ein klassisches deutsches Küchenmesser mit dem typischen hoch stehenden Griff.  Die Carbonstahlklinge wird von der Schmiede Broch von Hand ausgeschmiedet und bei Herder zum fertigen Messer ausgemacht. Bei solchen Stücken ging es nie um Umsatz, sondern um die Erhaltung alten Handwerkerwissens.


Besondere Herstellungsverfahren der Windmühlen Manufaktur

Solinger Dünnschliff

Solinger DünnschliffBei billigen Messern wird der ausgestanzte Stahl nur an der Schneide angeschliffen. Dadurch hat man zwar mitunter scharfe Schneiden, jedoch auch eine deutliche Kleilwirkung die das Schneiden beschwerlich macht. Bei Profimessern wird die Klinge Keilförmig über die gesamte Fläche ausgeschliffen. Beim Solinger Dünnschliff wurde dieses Verfahren weiter perfektioniert und verfeinert. Dadurch entsteht sowohl eine sehr stabilen Rücken als auch eine sehr feine Schneide die sich nahezu widerstandslos durch das Schnittgut ziehen lässt. Eine Sonderform dieses Schliffes ist der der sogenannte Kesselsche Walkschliff.

Pließten

BlaupließtenDas Pließten ist eine Oberflächenveredlung der Klinge. Je feiner eine Klinge auspoliert ist, desto weniger anfällig ist sie für Korrosion und desto leichter gleitet sie durch das Schnittgut. Bei Herder wird das Pließten in zwei verschiedenen Graden durchgeführt: Das Feinpließten und das Blaupließten. Letzteres ist die höchste Stufe. Die Klingen erhalten hierdurch einen feinen blauen oder regenbogenfarbigen Schimmer.

Härten und Glühen in der Quette

Härten und GlühenDas Härten und das Glühen macht aus einem Stück Stahl erst eine harte und feste Messerklinge. Die großen Temperaturunterschiede bei diesem Arbeitsschritt sorgen aber dafür,  dass sich das der Stahl verzieht. Um das zu verhindern werden die Klingen bei Herder in eine sogenannte „Quette“ gespannt. Der massive Stahlrahmen sorgt für eine gleichmäßige Ausrichtung und Form der Klingen.