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Obst und Gemüse tournieren: Denn das Auge isst mit!

Egal ob zu den Festtagen, einer Party mit den besten Freunden, oder ein Dinner zu zweit: Wer seine Gäste gerne vollends überzeugen möchte, der sollte sein Essen auch nett dekorieren. Oftmals sehen vor allem kalte Platten eher kahl aus, doch etwas Kunst neben Wurst und Käse lassen sie gleich viel appetitlicher erscheinen. Im Fachjargon spricht man davon, dass Essen zu tournieren. Eigentlich eine Schnitttechnik, inzwischen bedeutet es aber nichts anderes als Essen dekorativ zu Formen und Figuren zurechtzuschneiden. Klingt kompliziert, aber: Obst und Gemüse tournieren ist einfacher als gedacht. Damit auch du deine Gäste das nächste Mal zum Staunen bringst, haben wir einfache Tipps zusammengestellt. Mit denen schafft es jeder in ein paar Schritten, ein Lächeln auf die Gesichter der Gäste zu zaubern.

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Obst und Gemüse tournieren: Weck die Vorfreude!

Das Wort tournieren stammt aus dem Französischen und bedeutet übersetzt drehen oder auch umrunden. Grundlegend war das Ziel der Technik, Lebensmittel in eine gleichmäßig große Form zu schneiden. Der Vorteil dabei ist dann, dass das Essen fast gleichzeitig gar wird und keine großen Wartezeiten auftreten. Vor allem beim Kochen „á la minute“, ist diese Technik noch heute essentiell. Im Laufe der Zeit hat sich das tournieren weiterentwickelt und ist heute eine Grundlage zum Schmücken des Essens. Für euch Zuhause ist das Tournieren eine reizvolle Art Gemüse und Obst zu dekorieren und so den Gästen Lust auf das Essen zu machen. Wer Spaß an der Schnitttechnik findet, kann daraus eine richtig interessante Kunst machen. Insgesamt erfreut sich das tournieren und dekorieren von Lebensmitteln immer größerer Beliebtheit. Neben einzelnen Kursen und Seminaren zum Thema, finden inzwischen auch Europa- und Weltmeisterschaften statt. Gerade in den asiatischen Ländern besitzt diese Kunst eine lange Tradition.

Drei Tipps für den Anfang:

  • Vor allem Obst und Gemüse mit hartem Fruchtfleisch eignet sich zum Schnitzen. Zum Beispiel Kartoffeln, Karotten oder Zucchini. Die Schale davon kann oft für die Deko noch benutzt werden.
  • Wer die Klinge immer mal ins eiskalte Wasser taucht, verhindert dass Reste kleben bleiben und so kann die Klinge einfacher durch Lebensmittel gleiten.
  • Im Eiswasser halten sich fertige Dekorationen maximal zwei Tage lang. Darüber hinaus fallen die kleinen Kunstwerke in sich zusammen.

Dekorieren leicht gemacht: Mit dem richtigen Messer zum Erfolg

Professionelle Köche konzentrieren sich immer mehr auf das Zubereiten der Speisen und weniger auf das dekorieren. Das ist schade! Denn gerade das Auge isst ja bekanntlich mit. Aber wer selber tourniert, spart somit auch etwas Geld. Etwas Kreativität und Fantasie natürlich vorausgesetzt. Grundsätzlich lässt sich fast alles dekorieren und schnitzen. Wie originell, ausführlich und präzise die Deko aussehen soll, liegt letztendlich an euch. Bevor aber angefangen wird benötigen wir das passende Equipment. Wichtig beim Schnitzen und Schneiden sind besonders scharfe Messer. Tourniermesser eignen sich besonders dazu Lebensmittel liebevoll zu dekorieren. Sie verfügen über eine stabile, leicht gebogene, besonders kleine aber sehr stabile Klinge. Das ist optimal, weil somit auch enge Kurven geschnitten werden können und das Messer trotzdem handlich bleibt. Alles andere ist in jeder gut aufgeräumten Küche vorhanden: Ein grobes Messer zum schneiden der Ecken und Kanten, ein Sparschäler und Ausstechformen erleichtern die weitere Arbeit.

Drei einfache Ideen zum Lebensmittel dekorieren:

  • Kleine Radieschenmäuse passen zu jedem Buffet oder auf kalte Platten. Zuerst wird das Radieschen so gelegt, dass die Wurzel an der Seite ist, diese wird nämlich später der Schwanz. Auf der anderen Seite entfernt ihr die Blätter. Etwas Grün aber dran lassen, so haben wir später eine Nase. Auf der unteren Seite wird dann einfach eine kleine Haube abgeschnitten, so dass das Radieschen stehen kann. Auf der oberen Seite werden anschließend zwei Schlitze eingeritzt. Steckt dort einfach zwei dünne Radieschenscheiben hinein, die aus der abgeschnittenen Haube kreiert. So hat das Mäuschen bereits seine Ohren. Die Wurzel kann nun einfach an das Ende gelegt werden, das Grün nutzt ihr für die Nase. Mithilfe von zwei Pfefferkörnern versehen wir die Maus mit Augen. Der Mund kann hinterher einfach eingeritzt werden. Die Mäuse machen sich somit prima auf Wurst- oder Käseplatten. Wer will kann eine Scheibe bereits in den Mund der Radieschenmaus legen.
  • Porree und Tomaten lassen sich prima zu einer kleinen Blume verarbeiten. Dafür schneidet ihr zunächst das Ende des Porrees ab und trennt den weißen vom grünen Teil. Anschließend halbiert ihr das weiße Ende längst. Vorsicht: Nicht ganz durchschneiden! Diesen Schritt wiederholt ihr noch einmal, so dass das Stück geviertelt wurde. Daraufhin können die einzelnen Lagen in Schleifenform nach unten gelegt werden. Tipp: Falls die Schleifen nicht halten einfach quer einen kleinen Schnitt am Ende des Porrees machen. Wenn die Lagen komplett nach unten gelegt wurden und schon schön nach oben ranken, ist es an der Zeit die Blüte zu formen. Dafür wird mit einem Sparschäler eine große Tomate komplett geschält ohne abzusetzen. Die Schale kann anschließend zu einer Rose eingedreht bzw. aufgerollt werden. Auf die Spitze des Porrees gesetzt entsteht eine schöne Blume.
  • Ein Obstigel sieht nicht nur niedlich aus, sondern ist auch recht einfach umzusetzen. Ihr benötigt dafür Birnen, dunkle und helle Weintrauben und ein paar Zahnstocher. Halbiert die Birne einmal längst und schält gut zwei Drittel ab. Wichtig: Schält von der Spitze. Diese sollte frei sein, der hintere Teil wird der Kopf des Igels. Anschließend bekommt jeder Zahnstocher eine grüne Weintraube aufgepiekst. Diese könnt ihr anschließend auf die ungeschälte Fläche der Birne stechen, so dass ein niedlicher Haarkranz entsteht. Die dunklen Weintrauben könnt ihr so zurecht schneiden, dass daraus Augen und Nase werden. Ein Tipp: Wer den Stängel der Birne beim Schälen nicht entfernt hat, kann ihn mit aufgepiekster Weintraube prima als Nase verwenden.

Bild Gemüselokomotive: © zaschnaus – Fotolia.com

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